Ausgabe 25/2026

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Freitag, 19. Juni 2026

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

weltweit nimmt die Prävalenz von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen zu. Die Folgen sind weitreichend, denn aus übergewichtigen Kindern werden oft übergewichtige Erwachsene – mit den bekannten negativen Auswirkungen auf die persönliche und öffentliche Gesundheit. Eines der Länder mit den höchsten Zuwachsraten bei Adipositas ist Chile, weshalb das Land bereits in den Jahren 2016 und 2019 ein weltweit beachtetes Maßnahmenpaket zur Bekämpfung von Übergewicht in der Bevölkerung eingeführt hat. Dazu zählen Warnhinweise auf Verpackungen, Werbe- und Verkaufsbeschränkungen und die Reformulierung von Produkten. Die Maßnahmen zeigen Erfolg, wie eine aktuelle Studie mit 300.000 Kindern im Alter zwischen vier und sechs Jahren zeigt. In der Kohorte der Kinder, die nach Einführung der Maßnahmen heranwuchsen, ging die Prävalenz von Übergewicht und Adipositas um etwa ein bis 1,4 Prozentpunkte zurück. Für Kritiker solcher Eingriffe des Staates in die persönliche (Ernährungs-)Freiheit ist dieser Rückgang nicht der Rede wert, auf die Gesamtzahl der in Chile lebenden Kinder und Jugendlichen hochgerechnet, bedeutet dies Zehntausende Kinder, die langfristig gesünder aufwachsen.

Für die Befürworter ernährungspolitischer Maßnahmen in Deutschland sind die aktuellen Ergebnisse ein weiteres Argument, an ihrem Ziel festzuhalten. Allerdings ist zu betonen, dass der chilenische Erfolg auf einem Bündel von Interventionen beruht, während wir uns hierzulande noch nicht einmal auf eine einzige wie beispielsweise die Einführung einer Zuckersteuer oder eines Werbeverbotes für ungesunde Lebensmittel einigen können.

Wasser auf die Mühlen der Kritiker solcher Maßnahmen könnten die Ergebnisse einer internationalen Studie sein, die an einer Kohorte norwegischer Kinder und deren Eltern herausgefunden hat, dass der häufig beobachtete Zusammenhang „dicke Eltern – dicke Kinder“ vor allem genetisch bedingt zu sein scheint. Jedenfalls konnten die Forschenden kaum einen Einfluss der Schwangerschaft oder der Erziehung auf das Gewicht von Kindern, deren Eltern adipös waren, feststellen.

Diese Erkenntnis sollte aber kein Grund sein, die Flinte ins Korn zu werfen und nicht weiter auf eine gesündere Ernährung von Kindern (und Erwachsenen) und mehr Bewegung zu dringen, denn von den so erzielten Vorteilen profitieren langfristig alle.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein entspanntes Wochenende und eine aufschlussreiche Lektüre dieser und weiterer interessanter Neuigkeiten in unserem Newsletter!




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
Chile: Ernährungspolitisches Maßnahmenpaket zeigt Wirkung

Chile: Ernährungspolitisches Maßnahmenpaket zeigt Wirkung

In Deutschland wird über ein Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel gestritten. Nun zeigt eine Studie aus Chile, dass die Kombination eines solchen Verbotes mit anderen Maßnahmen aus dem Bereich der Ernährungspolitik die Fettleibigkeit bei Kindern tatsächlich verringern kann.

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Einschlafprobleme + ADHS:
Welches Melatonin eignet sich gut?

Nicht jedes Melatonin wirkt gleich: Melatonin mit verzögerter Freisetzung setzt den Wirkstoff über Stunden kontinuierlich frei, während Melatonin mit sofortiger Freisetzung einen schnellen Wirkeintritt ermöglicht. Gerade bei Einschlafschwierigkeiten, wie sie bei Kindern und Jugendlichen mit einer ADHS häufig auftreten, ist ein schnellfreisetzendes Melatonin wie Mellozzan® besonders gut geeignet.

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Zusammenhang zwischen Übergewicht bei Eltern und Kindern ist vor allem genetisch bedingt

Eine Studie mit 86.000 norwegischen Kindern zeigt, dass der Zusammenhang zwischen dem Körpergewicht der Eltern und dem der Kinder weitgehend durch gemeinsame genetische Faktoren erklärt wird.

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Rein ins Leben: 1x wöchentliches Wachstumshormon Sogroya®

Kinder mit Wachstumshormontherapie wollen vor allem eins: Nicht immer an ihre Injektionen denken müssen. Sogroya® (Somapacitan) bietet Patienten mehr Freiheit im Leben,1 ohne Kompromisse bei der Therapie – denn Sogroya® bietet eine vergleichbare Effektivität und Sicherheit wie tägliches Wachstumshormon2–5 – bei 313 injektionsfreien Tagen pro Jahr.6

Referenzen | Pflichttext

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Soziale Ungleichheit beschleunigt die biologische Alterung

Soziale Ungleichheit beschleunigt die biologische Alterung

Ein niedriger sozioökonomischer Status sowie Erfahrungen von Diskriminierung sind konsistent mit einer beschleunigten biologischen Alterung verbunden, die sich im Epigenom nachweisen lässt. Dies geht aus einer Metaanalyse von 140 Studien mit fast 66.000 Personen hervor.

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Pneumokokken-Serotyp 3: Fall gelöst?

Unter den Pneumokokken-Serotypen sticht Serotyp 3 als problematisch heraus. Doch warum ist das so? Was hat das Immunsystem damit zu tun? Und welche Pneumokokken-Serotypen sollten Sie bei Kindern im Blick behalten?

Fachinformation

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Sichelzellkrankheit und Beta-Thalassämie: Geneditierungstherapie bei Kindern erfolgreich

Eine neue Studie belegt die Wirksamkeit eines CRISPR/Cas9-basierten Verfahrens bei Kindern mit Thalassämie und Sichelzellkrankheit ab fünf Jahren. Durchgeführt wurde sie unter anderem an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und dem Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD).

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Die sich wandelnde Landschaft der klinischen Alterungsuhren: Von der Epigenetik zur Multi-Omics-Integration.
Aging Cell 2026;25(6):e70579.

Eisen bei gestillten Säuglingen und ihr Verhalten im Alter von drei Jahren: Eine randomisierte Studie.  
Sci Rep 2026;16(1):18664.

Körperliche Aktivität, sitzendes Verhalten und kognitive Funktionen bei Kindern und Jugendlichen: Eine Übersichtsarbeit zu Dosis-Wirkungs-Beziehungen, Wechselwirkungen mit der Bildschirmzeit und Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit.
Front Behav Neurosci 2026:20:1848119. 

Erfahrungen aus der klinischen Praxis mit einer Generika-Formulierung von Elexacaftor/Tezacaftor/Ivacaftor bei Patienten mit Zystischer Fibrose und ansprechenden Varianten.
Pediatr Pulmonol 2026;61(6):e71706.

 
 
 
Myopie bei Kindern: Atropin-Augentropfen in niedriger Dosierung sind sicher und wirksam

Myopie bei Kindern: Atropin-Augentropfen in niedriger Dosierung sind sicher und wirksam

Atropin-Augentropfen in niedriger Konzentration zeigten sich in der Behandlung von Myopie bei Kindern im Vereinigten Königreich als sicher und wirksam. Das legt eine im „BMJ“ veröffentlichte klinische Studie nahe.

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KURZMELDUNGEN:

Forschende der Universität Bayreuth haben in einer Metaanalyse untersucht, wie sich die Nutzung von TikTok und Co. auf junge Menschen auswirkt. Das Ergebnis ist wenig überraschend: Die intensive und unstrukturierte Nutzung von Kurzvideo-Plattformen führt zu einer Zunahme von Unaufmerksamkeit und Impulsivität.
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Die Ausgaben der Gesetzlichen Kranken­kassen steigen stärker als erwartet. Kassen und Bundesregierung wollen das Sparziel zur Stabilisierung der Beiträge daher noch einmal anheben.
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Das durch heimische Mücken übertragbare West-Nil-Virus ist einer Studie der Uni­versitätsklinik Charité zufolge in Berlin inzwischen endemisch.
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TERMINE:

4th Congress of the International Society of Pediatric Respiratory Infectious Diseases
25.–28. Juni 2026
Bologna (Italien)

Symposion der Ärztlichen Akademie für Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen
3.–5. Juli 2026
Brixen (Italien)/online

6. Kinderurologisches Sommerforum
8. Juli 2026
München/online

Congress of the International Society of Paediatric Oncology
15.–18. September 2026
San Antonio (USA)

33rd Europaen Paediatric Rheumatology Congress
16.–19. September 2026
Belgrad (Serbien)

 
 

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