Ausgabe 8/2026

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Freitag, 20. Februar 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

in kaum einem anderen Fachgebiet ist die Balance zwischen Fortschritt und Zurückhaltung so wichtig wie in der Pädiatrie. Das wird aus den Studien, die ich Ihnen im heutigen Newsletter präsentieren möchte, eindrücklich deutlich.

So zeigt eine aktuelle Arbeit aus den USA, dass „mehr und frühe Medizin“ nicht automatisch „bessere Medizin“ bedeutet: So kann eine zu frühe Bildgebung bei fieberhaftem Harnwegsinfekt im Säuglingsalter unnötige und belastende Diagnostik nach sich ziehen. Die Forschenden raten stattdessen, mit der Ultraschalluntersuchung der Harnwege zu warten, bis das Fieber abgeklungen ist.

Auch gängige Probiotika, die die Entwicklung des kindlichem Mikrobioms unterstützen sollen, sind offenbar längst nicht so nützlich wie gedacht, wie eine Studie aus Großbritannien zeigt. Denn tatsächlich fehlt zumindest Kindern der westlichen Welt ein wichtiger, und oft in kommerziellen Produkten enthaltener Bakterienstamm gänzlich.

Ein differenzierter Blick ist auch in der Neonatologie gefragt. So deuten die Ergebnisse eines US-amerikanischen Forscherteams darauf hin, dass Staphylokokken als häufiger Auslöser der neonatalen Sepsis differenzierter betrachtet werden müssen. Denn anders als erwartet fanden die Wissenschaftler, dass Methicillin-sensibler S. aureus (MSSA) mehr invasive Infektionen zu verursachen scheint als Methicillin-resistenter S. aureus (MRSA).

Die Botschaft ist klar: Gute Kinder- und Jugendmedizin braucht weniger reflexhafte Routinen, sondern gutes Timing und mehr Präzision.

Eine aufschlussreiche Lektüre und ein schönes Wochenende wünscht Ihnen




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
Fieberhafter Harnwegsinfekt: Frühe Bildgebung schadet mehr als sie nützt

Fieberhafter Harnwegsinfekt: Frühe Bildgebung schadet mehr als sie nützt

Bei Säuglingen und Kleinkindern mit einer fieberhaften Harnwegsinfektion (UTI) kann eine zu früh durchgeführte Bildgebung zu falsch positiven Befunden führen. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, die in „Hospital Pediatrics“ erschienen ist.

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Novalac – Effektive Symptomlinderung bei Kuhmilchallergie1-6

Novalac bietet evidenzbasierte1-6, durch Goldstandardstudien** gesicherte & leitliniengerechte7 Spezialnahrung für Säuglinge mit Kuhmilchallergie. Die beiden Produkte: Aminova (reine Aminosäuren) und Allernova Plus (extensives Hydrolysat) bieten betroffenen Kindern bereits ab Geburt effektive Symptomlinderung. Vertrauen Sie auf Studiendaten mit einer klinischen Toleranz bei 100% der Säuglinge1-4. Wissenschaftliche Publikation

Pflichtangaben & Referenzen

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Kommerzielle Probiotika passen nicht zum Mikrobiom von Kindern

Ein internationales Forscherkonsortium hat einen globalen Atlas mit mehr als 4000 Darmbakteriengenomen aus 48 Ländern erstellt. Der in „Cell“ veröffentlichte Katalog zeigt, dass Bifidobacterium infantis bei Babys in westlichen Ländern fehlt, während die Spezies bei Säuglingen in afrikanischen und südasiatischen Ländern sehr häufig vorkommt.

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Jetzt zugelassen: Erste Immuntherapie bei
Typ-1-Diabetes

Teizeild® kann Betazellen erhalten und die körpereigene Insulinproduktion länger bewahren – die erste und einzige zugelassene Therapie, die das Fortschreiten von autoimmunem Typ-1-Diabetes im Stadium 2 in das klinische Stadium 3 verzögern kann.1-3

Fachinformation | Pflichttext & Referenzen

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Welche Stämme von Staphylococcus aureus sind für Frühgeborene am gefährlichsten?

Welche Stämme von Staphylococcus aureus sind für Frühgeborene am gefährlichsten?

Forschende des Children’s Hospital of Philadelphia (CHOP; USA) haben untersucht, welche Stämme von Staphylococcus aureus häufig in Neugeborenen-Intensivstationen übertragen werden und welche am ehesten invasive und schwere Infektionen verursachen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Risiko für Zerebralparese anhand des kombinierten Apgar-Wertes und des pH-Wertes des Nabelschnurblutes.
JAMA Netw Open 2026;9;(2):e2559359.

Reale Wirksamkeit von Elexacaftor/Tezacaftor/Ivacaftor bei israelischen Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren mit Mukoviszidose
Ped Pulmol 17.02.2026

Prophylaktische Behandlung des offenen Ductus arteriosus mit Paracetamol – Eine randomisierte klinische Studie
JAMA Pediatr 16.02.2026

Krankheitsspektrum von Infektionen mit dem humanen Metapneumovirus bei Säuglingen und Kleinkindern: Daten aus einer prospektiven multizentrischen Studie in Deutschland.
Pediatr Infect Dis J 11.02.2026

 
 

M. Crohn bei Kindern: Mikrobiom-Analyse könnte personalisierte Therapie verbessern

US-Forscher haben eine mikrobielle Signatur identifiziert, die typisch für Morbus Crohn im Kindesalter ist. Demnach besteht das Darmmikrobiom pädiatrischer M.-Crohn-Patienten aus mehr entzündungsfördernden und weniger schützenden Bakterien als das gesunder Kinder.

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Dreifachtherapie hilft langfristig bei Mukoviszidose

Dreifachtherapie hilft langfristig bei Mukoviszidose

Eine Beobachtungsstudie zur Mukoviszidose-Therapie zeigt einen deutlichen Rückgang der systemischen Entzündungswerte nach Behandlung mit der Dreifachtherapie aus Elexacaftor, Tezacaftor und Ivacaftor (ETI).

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KURZMELDUNGEN:

Kinder und Jugendliche zeigen weiterhin eine hohe Belastung mit der fortpflanzungsschädigenden Substanz MnHexP. Das berichtet das Umweltbundesamt nach Auswertung von Urinproben.
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Ab sofort können Kinder im Alter von zwölf bis 14 Jahren gegen Meningokokken der Gruppen A, C, W und Y geimpft werden. Eine entsprechende Empfehlung hatte die STIKO vergangenen Oktober ausgesprochen.
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In Sachsen sind zwei neue Versorgungsprojekte für Kinder und Jugendliche mit einer Krebserkrankung gestartet. Sie sollen den Betroffenen – unabhängig vom Wohnort – Zugang zu bestmöglicher, universitärer Versorgung ermöglichen.
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TERMINE:

60. Münchner EEG-Tage
11.03. – 13.03.2026
München

39th Annual Conference and Seminar of the Society for Inborn Errors of Metabolism
25.03. – 27.03.2026
Berlin

41. Jahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung
15.04. – 18.04.2026
Köln

Kompaktkurs Pädiatrische Pneumologie
17.04. – 18.04.2026
Ulm

Jahrestagung der Gesellschaft für Neuropädiatrie 2026
06.05. – 09.05.2026
Linz, Österreich

 
 

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