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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Kinder- und Jugendmedizin,
Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen zu den häufigsten Todesursachen, wären in vielen Fällen aber durch einen gesunden Lebensstil vermeidbar. Die Bundesregierung will viele Todesfälle durch Infarkte und Schlaganfälle außerdem durch eine stärkere Vorsorge mit regelmäßigen Checks verhindern. Dazu sieht das gerade im Kabinett verabschiedete Gesundes-Herz-Gesetz auch ein Screening auf zu hohe Blutfettwerte bei Kindern vor. Konkret soll die U9-Untersuchung im Alter von etwa fünf Jahren um den Anspruch erweitert werden, Kinder auf Fettstoffwechsel-Erkrankungen mit zu viel Cholesterin im Blut zu untersuchen. Den Nutzen eines solchen laboranalytischen Lipidscreenings speziell zur Früherkennung einer familiären Hypercholesterinämie bei Kindern und Jugendlichen hat indes gerade das IQWiG untersucht. Es kommt zu dem Schluss, dass zumindest im Fall der angeborenen Stoffwechselstörung ein Kaskadenscreening sinnvoller wäre, das bei Eltern beginnt, bei denen die Erkrankung bereits diagnostiziert wurde, und dann auch die Kinder einschließt, als alle Kinder und Jugendlichen gießkannenartig zu testen. Ob diese Empfehlung in das Gesunde-Herz-Gesetz einfließt, bleibt jedoch abzuwarten.
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Eine aufschlussreiche Lektüre und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen
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