Ausgabe 05/2026

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Freitag, 30. Januar 2026

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Adipositas ist eine der großen gesundheitspolitischen Aufgaben unserer Zeit. Das macht die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in ihren aktuellen Empfehlungen unmissverständlich deutlich. Übergewicht beginnt meist schon im Kindesalter – und lässt sich nicht allein mit guten Ratschlägen zu Ernährung und Bewegung bekämpfen. Gefordert ist daher ein systemischer Ansatz: frühzeitige Präventionklare politische Rahmenbedingungen, moderne Therapieangebote und eine verlässliche medizinische Begleitung über alle Lebensphasen hinweg.

Doch Zahlen, Leitlinien und Maßnahmen erzählen nur einen Teil der Geschichte. Denn während Politiker und Experten Präventionsstrategien entwerfen, tragen viele Betroffene bereits heute eine schwere Last – nicht nur körperlich, sondern seelisch. Besonders Kinder und Jugendliche erleben, wie schnell Übergewicht zu Ausgrenzung, Stigmatisierung und psychischer Belastung führen kann. Scham, geringes Selbstwertgefühl und depressive Symptome sind keine Randerscheinungen, sondern häufige Begleiter.

Die Stiftung Kindergesundheit fordert daher, Präventionskonzepte nicht einseitig auf Ernährung und Bewegung zu begrenzen, sondern die psychische Gesundheit verstärkt in den Fokus zu rücken – etwa durch schulische Programme zur Stärkung des Selbstwerts, die Bekämpfung von Ausgrenzung oder niedrigschwellige psychologische Begleitung. Wer Prävention ernst meint, muss deshalb auch die seelischen Folgen von Übergewicht in den Blick nehmen.

Eine aufschlussreiche Lektüre und ein schönes Wochenende wünscht Ihnen




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
Wenn das Gewicht auf der Seele lastet

Wenn das Gewicht auf der Seele lastet

Übergewichtige Kinder haben ein deutlich höheres Risiko für Depressionen und Angststörungen – besonders, wenn sie aus sozial benachteiligten Familien stammen. Die Stiftung Kindergesundheit fordert daher, bei der Prävention nicht nur Ernährung und Bewegung, sondern auch die psychische Gesundheit in den Fokus zu nehmen.

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Advertorial

HPV-Impfung für Jungen: Fünf gute Gründe

Warum ist die HPV-Impfung für Jungen so wichtig? Wir zeigen, warum bestimmte HPV-bedingte Erkrankungen, Infektionsrisiko, unzureichende natürliche Immunität und Herdeneffekte eine Impfung für Jungen – je früher, des-to besser – besonders sinnvoll machen kann.

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Prävention und Therapie von Adipositas: Leopoldina veröffentlicht Empfehlungen

Krankhaftes Übergewicht ist nicht nur ein Schönheitsproblem, sondern eine ernst zu nehmende Erkrankung, heben Experten der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina hervor. Sie haben Empfehlungen erarbeitet, wie den steigenden Adipositas-Zahlen begegnet werden sollte.

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Gehirnerschütterung: Auch jüngere Kinder zeigen persistierende Symptome

Gehirnerschütterung: Auch jüngere Kinder zeigen persistierende Symptome

Auch wenn sich die Symptome einer Gehirnerschütterung bei Kleinkindern oft von denen älterer Kinder unterscheiden, können sie doch genauso lange anhalten. Auch der Anteil der Kinder, die nach einem Monat noch Symptome zeigen, ist bei jungen Patienten so hoch wie bei Erwachsenen und älteren Kindern.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Outcome, Risikofaktoren und diagnostischer Nutzen nach einem kurzzeitigen, unerklärlichen Ereignis (BRUE) – Systematischer Review und Metaanalyse.
JAMA Pediatr, 26.01.2026

Epidemiologie von blutigem DurchfallShiga-Toxin produzierenden Escherichia coli und Hämolytisch-urämischem Syndrom bei Kindern.
Pediatr Infect Dis J, 28.01.2026

Auswirkungen der Anästhesie-Strategie auf die Qualität und Dauer von Lungenfunktionstests bei Säuglingen.
Pediatr Pulmonol 2026 Jan;61(1):e71477.

Transepidermaler Wasserverlust bei Neugeborenen und Gestationsalter als prädiktive Faktoren für Atopische Dermatitis bei Säuglingen in den ersten drei Lebensmonaten.
Allergy Asthma Immunol Res 2026 Jan;18(1):123–131.

 
 

Neuartige CAR-T-Zell-Therapie für Kinder mit T-Zell-Leukämie auf dem Prüfstand

Das Children’s Hospital Los Angeles beteiligt sich an einer Studie zu einer neuartigen CAR-T-Zell-Therapie für Kinder mit T-Zell-Leukämie. Das Prüfpräparat ist eine sofort verfügbare Therapie, die Geneditierung nutzt, um Nebenwirkungen zu minimieren.

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Li-Fraumeni-Syndrom: Das Immunsystem beeinflusst das Krebsrisiko

Li-Fraumeni-Syndrom: Das Immunsystem beeinflusst das Krebsrisiko

Eine aktuelle Studie liefert neue Ansätze für die personalisierte Versorgung von Patienten mit Li-Fraumeni-Syndrom.

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KURZMELDUNGEN:

Union und SPD wollen ein verbindliches Primärarztsystem einführen. Mit einem Fachdialog mit Vertretern von Ärzteschaft, Krankenkassen, Patienten und digitalen Dienstleistern hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) den Reformprozess gestartet.
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Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat das erste Total-Body-PET/CT-System in Deutschland − den vierten weltweit − in Betrieb genommen. Damit können in einem Schritt dreidimensionale Bilder fast des gesamten Körpers erfasst werden.
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Mit Augmented Reality und einem originalgetreuen Herzhologramm wollen Kinderherzchirurgen aus Heidelberg und Münster Eltern und Kindern mit angeborenen Herzfehlern die Angst vor Operationen nehmen.
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TERMINE:

18. Deutsche Kardiodiagnostik-Tage
19.02. – 21.02.2026
Leipzig

28. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Audiologie e.V.
04.03. – 06.03.2026
Oldenburg

25. Kindergastroenterologischer Nachmittag Halle
11.03.2026
Landsberg

60. Münchner EEG-Tage
11.03. – 13.03.2026
München

41. Jahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung
15.04. – 18.04.2026
Köln

 
 

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