Ausgabe 45/2025

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Mittwoch, 05. November 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

das Repertoire an verfügbaren Tools für die biomedizinische Forschung wird stetig größer. Wissenschaftler der Weill Cornell Medicine (USA) haben beispielsweise ein neues Gene-Switch-Tool entwickelt, dass das präzise Aus- und wieder Anschalten der Genexpression mithilfe sogenannter „Poison Exons“ und dem antiviralen Medikament Acyclovir ermöglicht. Und das mit deutlich geringerer Toxizität als andere Methoden.
Das Ergebnis der Genexpression sind wiederum Proteine, deren Struktur und Funktion durch die Sequenz der Aminosäuren bestimmt wird. Ein neues Deep-Learning-Modell der TU Graz (Österreich) könnte nun dabei helfen, struktur- und funktionsgebende Aminosäuren genauer zu bestimmen – und Proteine besser zu verstehen. Aber Vorsicht: Bei der Vorhersage von Protein-Liganden-Interaktionen ist auf Künstliche Intelligenz nicht immer Verlass, wie eine Studie der Universität Basel (Schweiz) zeigt!
Vielversprechend ist hingegen die neue Organoid-Pipeline der Universitätsmedizin Magdeburg. Mithilfe von patientenstämmigen Tumor-Organoiden können nicht nur die Behandlung vorab getestet und personalisiert, sondern auch neue Biomarker identifiziert werden.
Ich wünsche eine informative Lektüre – vielleicht ist etwas für Ihre Werkzeugkiste dabei!




   Michelle Klesse
   Redaktion Labormedizin

 

 
 
Neues Gene-Switch-Tool: hohe Präzision, weniger Toxizität

Neues Gene-Switch-Tool: hohe Präzision, weniger Toxizität

US-Forschende haben ein neues System entwickelt, mit dem sich die Genexpression beliebig ein- und ausschalten lässt. Das neue Gene-Switch-Tool basiert auf dem Medikament Acyclovir und ist damit deutlich weniger toxisch als bisherige Tools.

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Deep Learning: Proteine besser verstehen

Mit einer neu entwickelten Methode, die KI-generierte Proteinsequenzen mit natürlich vorkommenden vergleicht, lassen sich funktions- und strukturgebende Aminosäuren wesentlich genauer bestimmen als bisher.

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KI-Modelle für Medikamentenentwicklung versagen bei der Physik

KI-Modelle für Medikamentenentwicklung versagen bei der Physik

KI-Programme können die Entwicklung von Medikamenten unterstützen, indem sie die Wechselwirkung von Proteinen mit kleinen Molekülen vorhersagen. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass diese Programme nur Muster auswendig lernen, statt physikalische Zusammenhänge zu verstehen. 

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Zuverlässige Paraffineinbettung von dreidimensionalen, kultivierten Stimmlippenepithel-Organoiden
Tissue Barriers 03.11.2025

Hochauflösende Imaging-Massenspektrometrie zur Kartierung subzellulärer Strukturen
Nat Methods 30.10.2025

Duplexspezifische DNase-Signalverstärkung ermöglicht elektrochemischen Nachweis von MicroRNAs im Attomol-Bereich
Small 02.11.2025

 
 

Neue Organoid-Pipeline für die Behandlung von Darmkrebs

Mit patientenstämmigen Tumororganoiden können die Wirksamkeit von Medikamenten vorab getestet und potenzielle Biomarker identifiziert werden. Die neue Organoid-Pipeline der Universitätsmedizin Magdeburg könnte so die personalisierte Behandlung von Darmkrebspatienten ermöglichen.

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Seronegative Myasthenia gravis: Genetische Testung könnte Therapie beeinflussen

Seronegative Myasthenia gravis: Genetische Testung könnte Therapie beeinflussen

Ein beträchtlicher Anteil der mit seronegativer Myasthenia gravis diagnostizierten Patienten weist eine zugrunde liegende erbliche Ätiologie auf. Ihnen eine genetische Testung anzubieten, könnte die Therapie günstig beeinflussen. Darauf deuten die Ergebnisse eines internationalen Forscherteams hin.

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NACHRICHTEN:

In Bayern ist es für medizinische Einrichtungen nun möglich, Opfern von sexueller und körperlicher Gewalt eine anonymisierte Spurensicherung als Kassenleistung anzubieten.
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Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert ein Forschungsprojekt, in dem laseraktivierte Antikörper-Konjugate für die Behandlung von Krebs untersucht werden.
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TERMINE:

MEDICA 2025
17. – 20. November 2025
Düsseldorf

15. Herbsttreffen der AG Molekularpathologie der Deutschen Gesellschaft für Pathologie
1. – 2. Dezember 2025
Siegburg

27. Bamberger Morphologietage
23. – 25. Januar 2026
Bamberg

37. Deutscher Krebskongress
18. – 21. Februar 2026
Berlin

 
 

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