Ausgabe 2/2026

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Mittwoch, 07. Januar 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

ein frohes neues Jahr! Ob Veganuary, Dry January oder die Mitgliedschaft im Fitness-Studio – die Liste Ihrer Neujahrsvorsätze ist hoffentlich überschaubar und sorgt nicht direkt für Frustration. Sowohl für Ihre persönlichen als auch beruflichen Ambitionen wünsche ich Ihnen in diesem Jahr jedenfalls viel Erfolg und gutes Gelingen.
Auch aus wissenschaftlicher Sicht sollte 2026 einiges für uns bereithalten. Spannend bleibt allem voran sicherlich, wie die Künstliche Intelligenz (KI) unser Leben weiter beeinflussen wird. Diese spielt vor allem in der Präzisionsmedizin, in der wir uns dieses Jahr weitere Fortschritte erhoffen, eine tragende Rolle. Einen möglichen Weg zum Erfolg ebnete ein Forschungsteam aus den USA. Mit FAME (FAst Marginal Epistasis Test) entwickelten sie ein Tool, dass die Auswirkungen genetischer Interaktionen auf komplexe Merkmale des Menschen in bislang einzigartigem Ausmaß erkennen kann. An der Universitätsmedizin Greifswald kommt derweil ein von der EU gefördertes Mikroskop zum Einsatz, das KI mit automatisierter Bildanalyse kombiniert. So soll vor allem die mikrobiologische Diagnostik in zeitkritischen Situationen optimiert werden.
Doch auch die scheinbar simplen Errungenschaften können oft Großes bewirken. Forschende aus Japan präsentierten vergangenes Jahr zum Beispiel ein neues Verfahren zur größenbasierten Sortierung von Zellen. Gerade in der Diagnostik könnten solche Entwicklungen den Ausschlag geben. Vielversprechend bleibt außerdem das Potenzial von zirkulierender Tumor-DNA in der individualisierten Krebstherapie, wie eine neue Studie in der Fachzeitschrift „JAMA Oncology“ zeigt. 
Schicken Sie Ihre Wissbegierde also trotz der winterlichen Wetterverhältnisse nicht in den Winterschlaf. Packen Sie sich stattdessen warm ein, bleiben Sie gesund und vor allem neugierig!




   Milo Klesse
   Redaktion Labormedizin

 

 
 
Wie wirken sich genetische Interaktionen auf Krankheitsmerkmale aus?

Wie wirken sich genetische Interaktionen auf Krankheitsmerkmale aus?

Ein neues Tool kann in völlig neuem Ausmaß erkennen, wie Gene miteinander interagieren und dadurch komplexe Merkmale beim Menschen beeinflussen. Das Verständnis dieser Wechselwirkungen ist sowohl für Grundlagenforschung als auch Präzisionsmedizin relevant.

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Schnellere Infektionsdiagnostik dank KI-gestützter Mikroskopie

Ein hochmodernes Mikroskop kombiniert Künstliche Intelligenz (KI) mit automatischer Bedienung und Bildanalyse. So sollen Mikroorganismen effizient erkannt und die mikrobiologische Diagnostik gerade in zeitkritischen Situationen optimiert werden.

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Neues Verfahren: Zellen leichter nach Größe sortieren

Neues Verfahren: Zellen leichter nach Größe sortieren

Die größenbasierten Sortierung von Zellen ist Teil vieler Diagnoseverfahren. Japanische Wissenschaftler haben nun eine Methode entwickelt, mit der sich Zellen präzise nach ihrem Durchmesser sortieren lassen – ohne Labeling.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Einzelzell- und räumliche Profilanalysen heben Tuberkulose-induzierte Myofibroblasten als Treiber der Lungenpathologie hervor
J Exp Med 05.01.2026

Eine Frage des Alters: Untersuchung der Möglichkeit, Epithelzellen unterschiedlicher anatomischer Herkunft in gealterten Proben mittels bildgebender Durchflusszytometrie zu klassifizieren
Forensic Sci Int 29.12.2025

Ein akraler Mischtumor mit histopathologischen Merkmalen eines klarzelligen Hidradenoms: Bedeutung der molekularen Diagnostik bei komplexen Tumoren der Hautanhangsgebilde
Am J Dermatopathol 05.01.2026

 
 

Darmkrebs: Bluttest kann bei Identifizierung von Patienten helfen, die von NSAIDs profitieren

Erkenntnisse aus einer Studie der Alliance for Clinical Trials in Oncology zur Behandlung von Darmkrebs könnten zu individualisierten Therapien und besseren Behandlungsergebnissen führen.

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Polyploidie: Neues Tool ermöglicht Analyse in lebenden Geweben

Polyploidie: Neues Tool ermöglicht Analyse in lebenden Geweben

Eine neue rechnergestützte Pipeline ermöglicht eine hochdurchsatzfähige Bestimmung der Ploidie in verschiedenen Geweben. Anhand von Mikroskopbildern können polyploide Zellen so in intaktem Gewebe identifiziert werden.

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NACHRICHTEN:

Laut Recherchen eines Forschungsteams der Standford University wird die Anwendung von Large Language Models (LLMs) bislang nicht ausreichend mit realen Patientendaten bewertet.
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Mithilfe einer zusätzlichen vierten Reinigungsstufe sollen Kläranlagen künftig besser in der Lage sein, Rückstände wie Arzneimittel und Hormone aus dem Abwasser zu filtern.
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TERMINE:

37. Deutscher Krebskongress 2026
18. – 21.02.2026
Berlin

OEGPath Spring Meeting 2026
13. – 14.03.2026
Wien, Österreich

27. Arbeitstagung für Zytomorphologie und Molekularpathologische Diagnostik
13. – 16.05.2026
Bad Ischl, Österreich

 
 

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