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Liebe Leserinnen und Leser,
um Patienten möglichst genau auf ihre spezifische Erkrankung zugeschnitten zu behandeln, muss man mehr über diese erfahren – auch über bestimmte Laborwerte. Für Patienten mit Prostatakrebs, die eine lokale Strahlentherapie erhalten, glauben Forschende aus Dresden nun einen Blutmarker gefunden zu haben, der Hinweise auf eine Metastasierung und eine schlechtere Prognose gibt: Matrix-Metalloproteinase 11 (MMP11). Laut den Wissenschaftlern könnte es sich bei MMP11 nicht nur um einen biologisch relevanten Treiber der Aggressivität solcher Tumore handeln, sondern auch um einen Marker, mithilfe dessen sich Über- oder Untertherapien vermeiden ließen. Bis zur klinischen Anwendung werden aber nach Ansicht der Wissenschaftler noch mehrere Jahre vergehen. Dennoch bezeichnen sie ihre Entdeckung als „wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu innovativen, personalisierten Diagnoseverfahren in der Onkologie“.
Neuigkeiten zu diagnostischen Markern für Multiple Sklerose (MS) kommen indessen aus München: Hier sind Mitarbeiter des Max-Planck-Institutes für Biochemie und der TUM auf Markerproteine gestoßen, anhand derer sich die MS von anderen entzündlichen Hirnerkrankungen besser unterscheiden lässt. Gleichzeitig haben sie Veränderungen im Proteom des Liquors bestimmen können, die möglicherweise Rückschlüsse auf den künftigen Krankheitsverlauf zulassen.
Erfahren Sie in dieser Woche außerdem mehr darüber, ob Flüssigbiopsien die Tumorheterogenität bei Brustkrebs widerspiegeln und wie sich mit mikroRNAs in zirkulierenden extrazellulären Vesikeln kardiovaskuläre Komplikationen bei Patienten mit chronischer Nierenkrankheit vorhersagen lassen.
Eine informative Lektüre und eine gute restliche Woche wünscht Ihnen
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