Ausgabe 11/2026

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Mittwoch, 11. März 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

um Patienten möglichst genau auf ihre spezifische Erkrankung zugeschnitten zu behandeln, muss man mehr über diese erfahren – auch über bestimmte Laborwerte. Für Patienten mit Prostatakrebs, die eine lokale Strahlentherapie erhalten, glauben Forschende aus Dresden nun einen Blutmarker gefunden zu haben, der Hinweise auf eine Metastasierung und eine schlechtere Prognose gibt: Matrix-Metalloproteinase 11 (MMP11). Laut den Wissenschaftlern könnte es sich bei MMP11 nicht nur um einen biologisch relevanten Treiber der Aggressivität solcher Tumore handeln, sondern auch um einen Marker, mithilfe dessen sich Über- oder Untertherapien vermeiden ließen. Bis zur klinischen Anwendung werden aber nach Ansicht der Wissenschaftler noch mehrere Jahre vergehen. Dennoch bezeichnen sie ihre Entdeckung als „wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu innovativen, personalisierten Diagnoseverfahren in der Onkologie“.

Neuigkeiten zu diagnostischen Markern für Multiple Sklerose (MS) kommen indessen aus München: Hier sind Mitarbeiter des Max-Planck-Institutes für Biochemie und der TUM auf Markerproteine gestoßen, anhand derer sich die MS von anderen entzündlichen Hirnerkrankungen besser unterscheiden lässt. Gleichzeitig haben sie Veränderungen im Proteom des Liquors bestimmen können, die möglicherweise Rückschlüsse auf den künftigen Krankheitsverlauf zulassen.

Erfahren Sie in dieser Woche außerdem mehr darüber, ob Flüssigbiopsien die Tumorheterogenität bei Brustkrebs widerspiegeln und wie sich mit mikroRNAs in zirkulierenden extrazellulären Vesikeln kardiovaskuläre Komplikationen bei Patienten mit chronischer Nierenkrankheit vorhersagen lassen.

Eine informative Lektüre und eine gute restliche Woche wünscht Ihnen




   Milo Klesse
   Redaktion Labormedizin

 

 
 
Potenzieller neuer Blutmarker für metastasierten Prostatakrebs

Potenzieller neuer Blutmarker für metastasierten Prostatakrebs

Eine Dresdner Arbeitsgruppe hat gezeigt, dass die Matrix-Metalloproteinase 11 (MMP11) im Blut ein potenzieller Marker für Metastasierung und eine ungünstigere Prognose bei Prostatakrebspatienten ist, die mit lokaler Strahlentherapie behandelt werden.

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Neue diagnostische Marker für Multiple Sklerose

Forschende des Max-Planck-Instituts für Biochemie und der Technischen Universität München (TUM) haben neue diagnostische Marker für Multiple Sklerose (MS) entdeckt. Die Studie deckte Markerproteine auf, die die Unterscheidung von MS von anderen entzündlichen Hirnerkrankungen verbessern, und identifizierte Veränderungen im Proteom des Liquors, die möglicherweise den Krankheitsverlauf vorhersagen können.

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Brustkrebs: Spiegeln Flüssigbiopsien die Tumorheterogenität wider?

Brustkrebs: Spiegeln Flüssigbiopsien die Tumorheterogenität wider?

Flüssigbiopsien könnten die Diagnostik und Überwachung von Brustkrebs erheblich vereinfachen. Laut einer australischen Studie setzen allerdings nicht alle Tumore gleiche Mengen an DNA frei. Doch auch solide Biopsien können die Tumorheterogenität womöglich nicht präzise genug abbilden.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

iCLAP: eine innovative Methode zur integrierbaren gemeinsamen Detektion von Antigenen mit geringer Häufigkeit mittels hochauflösender Immunfärbung
Nat Commun 24.02.2026

Alle für einen und eine für alle? Die Rolle der RNA-basierten Next-Generation-Sequenzierung bei der molekularen Profilierung von Tumoren
Clin Chem 23.02.2026

Verfahren der isothermalen Nukleinsäureamplifikation: Umfassender Überblick über Prinzipien und Anwendungen als Alternative zur PCR
Pract Lab Med 2026;49:e00523

 
 

Urothelkarzinome als Erstmanifestationen des Lynch-Syndroms

Früh auftretende, multifokale Urothelkarzinome mit Beteiligung der oberen Harnwege stellen häufig die erste maligne Manifestation des Lynch-Syndroms dar. Ihre genetische Charakterisierung weist den Weg zur Immuntherapie. Dies ergibt eine Forschungsarbeit, die am 18. Februar 2026 beim Deutschen Krebskongress in Berlin vorgestellt wurde.

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Chronische Nierenkrankheit: Neue mikroRNAs zur Vorhersage kardiovaskulärer Komplikationen identifiziert

Chronische Nierenkrankheit: Neue mikroRNAs zur Vorhersage kardiovaskulärer Komplikationen identifiziert

Forschende des Institute of Science Tokyo (Japan) haben drei neue mikroRNAs (miRNAs) identifiziert, die den Rückgang der Nierenfunktion und das kardiovaskuläre Risiko bei chronischer Nierenkrankheit (CKD) präzise vorhersagen können.

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NACHRICHTEN:

Der Verband der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) und die Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) bekräftigen ihre Kritik am aktuellen Gesetzentwurf zum Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG).
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Ein Forschungsteam der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) will Biomarker für Grunderkrankungen bei interstitieller Nephritis finden. Die Suche wird mit einer halben Million Euro gefördert.
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TERMINE:

20. Jahrestagung Molekulare Diagnostik
20.05. – 22.05.2026
Tutzing

22nd European Congress on Digital Pathology
17.06. – 20.06.2026
Graz, Österreich

 
 

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