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Liebe Leserinnen und Leser,
Upcycling liegt gerade voll im Trend. Funktioniert das Prinzip „aus alt macht neu“ auch in der Forschung? Durchaus. Denn wer noch alte Objektträger irgendwo gelagert hat, könnte dank einer neuen Methode der Standford University (USA) einen Schatz an neuen Datenquellen beherbergen.
Das Computational Scattered Light Imaging (ComSLI) ermöglicht mithilfe von LED-Licht die Visualisierung der Ausrichtung von Gewebefasern mit einer Auflösung im Mikrometerbereich. Dadurch lassen sich beispielsweise neurologische Degenerationsprozesse abbilden. Und zwar unabhängig davon, wie die Schnitte gefärbt und gelagert wurden – oder wie alt sie sind. So wendete das Team die Methode erfolgreich auf einen Objektträger von 1904 an!
Sichtbarmachen ist auch das Ziel von Nicheformer – einem KI-basierten Foundation-Modell von Forschenden von Helmholtz Munich und der TU München. Im Gegensatz zu histologischen Methoden gehen beim Single-Cell-Sequencing die räumlichen Informationen nämlich verloren. Das Modell kombiniert die Einzelzellanalysen deshalb mit räumlicher Transkriptomik und offenbart so die Organisation der Zellen im Gewebe.
Welche cleveren Tricks hingegen Coronaviren und Bakterien anwenden, haben Forschende der Ruhr-Universität Bochum beziehungsweise des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie untersucht.
Ich wünsche eine informative Lektüre – behalten Sie den Durchblick!
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