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Liebe Leserinnen und Leser,
wer in der Wissenschaft arbeitet, ist immer auf der Suche. In der Theorie natürlich allen voran nach Antworten, in der praktischen Realität vermutlich häufiger nach der verliehenen Pipette, dem unbeschrifteten Falcon oder dem Schuldigen, der (mal wieder) keinen neuen Puffer angesetzt hat.
Ebenfalls richtig Fahrt aufgenommen hat die Suche nach geeigneten Biomarkern. Die wachsende Datenmenge und immer modernere Technologien geben uns fortwährend neue Hinweise auf potenzielle Kandidaten. Zum Beispiel haben Forschende der Universität Ulm TNFα als möglichen Biomarker für die frühe Entstehungsphase des Pankreaskarzinoms identifiziert. Im Fokus einer US-Studie stand derweil das Mikrobiom bei jungen Patientinnen und Patienten mit Morbus Crohn. Hier steht offenbar eine bestimmte mikrobielle Signatur mit der Erkrankung im Kindesalter in Zusammenhang.
In der Onkologie sind Biomarker nicht mehr wegzudenken. Im Rahmen des diesjährigen Deutschen Krebskongresses (DKK), der heute in Berlin startet, wird auch darüber viel gesprochen werden. Prof. Klaus Pantel, Vorsitzender der European Liquid Biopsy Society (ELBS), betont bereits vorab die zunehmende Bedeutung der Flüssigbiopsie, insbesondere der Analyse von zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA), für Therapieentscheidung, Monitoring und Rezidiv-Erkennung.
Doch bei all den offensichtlichen Vorteilen einer früheren und präziseren Diagnostik, stellt sich mir auch die Frage: Wer ist am Ende noch wirklich gesund? Oder befinden sich die meisten von uns eigentlich schon in einer Art Frühstadium, das potenziell zu Krankheit oder Krebs führen könnte? Das Motto „Wer suchet, der findet“ lässt sich wohl in zweierlei Hinsicht auslegen.
Wer rund um den DKK 2026 auf dem Laufenden bleiben möchte, der findet auf unserem Nachrichten-Portal viele weitere spannende Beiträge. Ich wünsche eine informative Lektüre und einen guten Start in die Fastenzeit!
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