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Liebe Leserinnen und Leser,
ein wichtiger Marker in der Alzheimer-Diagnostik ist phosphoryliertes Tau (p-Tau). Neue Daten deuten jedoch darauf hin, dass erhöhte p-Tau-Spiegel auch bei Personen mit systemischen Amyloidosen wie der Transthyretin-Amyloidose oder der Immunglobulin-Leichtketten-Amyloidose auftreten können. Bereits frühere Studien hatten erhöhte Serum-p-Tau-Werte bei Patienten mit Amyotropher Lateralsklerose (ALS) beschrieben. Diese Befunde stellen die Spezifität von p-Tau als Alzheimer-Biomarker infrage – und eröffnen gleichzeitig neue Möglichkeiten für die Diagnose von Amyloidosen. Unterdessen zeigt eine amerikanische Langzeit-Kohortenstudie, dass p-Tau217 möglicherweise bereits früh Hinweise auf eine kognitive Beeinträchtigung und Demenz bei Frauen liefert.
Eine vereinfachte Diagnose von Epilepsie, Schizophrenie und Parkinson haben sich Forschende aus Südkorea auf die Fahnen geschrieben. Anstatt im Blut wollten sie diese im Speichel erkennen. Das verantwortliche Forschungsteam entwickelte dazu eine spezielle Plattform, die sehr schwache Raman-Signale von Biomolekülen extrem verstärkt und so strukturelle und krankheitsrelevante Veränderungen von Proteinen direkt im Speichel nachweisen kann.
Die Struktur von Proteinen stand auch in einer Studie der LMU München im Fokus. Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass Proteine üblicherweise keine starren Gebilde sind, sondern flexible Anteile besitzen, die für ihre intrazelluläre Funktion entscheidend sind: sogenannte intrinsisch ungeordnete Regionen. Wie diese Domänen trotz variierender Aminosäuresequenz ihre Funktion behalten, erfahren Sie im entsprechenden Beitrag.
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