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Liebe Leserinnen und Leser,
Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Während das bei Homo sapiens vor allem in dieser Woche hervorragend zu beobachten ist, lief das bei Bakterien bisher eher im Verborgenen ab. Zwar wissen wir schon länger, dass die kleinen Einzeller mithilfe von Plasmiden Antibiotikaresistenzen entwickeln und weitergeben können. Doch wie die intrazelluläre Konkurrenz dieser Plasmide genau abläuft, haben Forschende aus Harvard erst kürzlich sichtbar machen können. Ob wir die Bakterien so vielleicht mit ihren eigenen Waffen schlagen können?
Ihr Immunsystem haben wir uns ja bereits zunutze gemacht. Allerdings scheint der bakterielle Ursprung des CRISPR/Cas9-Systems nicht ganz unproblematisch. Ein Team der ETH Zürich vermutet, dass das Immunsystem von Mäusen die bakteriellen Komponenten erkennt und attackiert, was die Ergebnisse von CRISPR-Screens verzerren könnte. Deshalb haben sie die StealTHY-Plattform entwickelt – eine Art Tarnkappe für die Genschere. Japanische Forschende haben hingegen eine Möglichkeit gefunden, DNA- und RNA-Moleküle gleichzeitig in einer Zelle zu visualisieren. Damit lässt sich das Schicksal einer Zelle über die Zeit und beispielsweise Zellschäden während des Alterungsprozesses nachverfolgen.
Apropos Schicksal: Das junge Mammut Yuka stand kurz vor seinem Tod offenbar sehr unter Stress. Wissenschaftler konnten erstmals RNA aus dem rund 40.000 Jahre alten Kadaver isolieren und sequenzieren. Dass sich die Moleküle offenbar doch so lange konservieren lassen, eröffnet völlig neue Möglichkeiten, nicht nur in der Evolutionsforschung.
Ich wünsche eine informative Lektüre. Allen Schnäppchenjägern und Sammlern diese Woche möglichst wenig Stress und viel Erfolg!
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