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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Nephrologie,
Wissenschaftler der Universität Aarhus haben eine neue Methode entwickelt, mit der sich vorhersagen lässt, welche Patienten mit chronischer Nierenkrankheit Gefahr laufen, im Laufe der Zeit ihre Nierenfunktion zu verlieren. Die Methode basiert auf einer Analyse des Säure-Basen-Gleichgewichts in Urinproben, die frühe Anzeichen von Säureansammlungen aufzeigen kann. „Wenn wir die Säurebildung früher vorhersagen können, können wir früher mit einer säurereduzierenden Behandlung eingreifen, was die Zeitspanne verlängern könnte, in der Patienten die Dialyse vermeiden können“, kommentiert Samuel Svendsen, Assistenzarzt am Universitätskrankenhaus Aarhus.
Und Forscher der University of Tsukuba, Japan, haben im Zusammenhang mit akuter Nierenfunktionseinschränkung in einem Mausmodell den Transkriptionsfaktor MAFB untersucht. Die Ergebnisse deuten laut den Wissenschaftlern darauf hin, dass MAFB eine entscheidende Rolle dabei spielt, Lipidmediatoren von einem pro-inflammatorischen in einen pro-resolvierenden Zustand zu versetzen.
Auch interessant: In der Behandlung der chronischen Nierenkrankheit zeichne sich laut der Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) ein Paradigmenwechsel ab: weg von allgemeinen Behandlungsempfehlungen hin zu konkreten Therapiekonzepten. Die DGfN setzt sich für weitere grundlagenwissenschaftliche und klinische Forschung ein, insbesondere für die translationale Forschung.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine schöne Restwoche.
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