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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Nephrologie,
ein Forscherteam um PD Dr. Dalia Alansary von der Universität des Saarlandes hat weitere Ursachen für den Zusammenhang zwischen Chronischer Nierenkrankheit (CKD) und Herzkrankheiten gefunden. Dieser sorgt dafür, dass Nierenpatienten im Vergleich zum Durchschnitt der Bevölkerung dazu neigen, auch Herzinfarkte und Schlaganfälle zu erleiden. „Wir haben festgestellt, dass bei nierenkranken Personen veränderte Calciumsignale von P2X7 ausgehen“, berichtet Alansary. Zusammen mit der Erkenntnis, dass P2X7 auf den Monozyten von Patienten vermehrt vorkommt, laute daher die Schlussfolgerung: P2X7 spielt offenbar eine zentrale Rolle für die Entstehung von Krankheiten in Nieren und am Herzen.
Forscher der Oregon State University, USA, haben in einem Tiermodell entdeckt, dass bestimmte Transportergene wie OAT1, OAT4, OATP4C1 und ABCC2 bei Katzen mit CKD im Vergleich zu gesunden Katzen deutlich verringert waren. Das Forschungsteam fand auch erhöhte Werte schädlicher Giftstoffe im Blut der Katzen mit CKD. Für die Humanmedizin könnte diese Entdeckung von Bedeutung sein, weil Katzen und Menschen ähnliche Nierenprobleme haben, wie die Studienautoren betonen. Die Erforschung der CKD bei Katzen könne wertvolle Erkenntnisse über Nierenerkrankungen und Alterung beim Menschen liefern.
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Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine schöne Restwoche.
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