|
Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Nephrologie,
mit Hepatitis-E-Virus infizierte Leberzellen scheiden ein virales Protein aus, das mit Antikörpern im Blut reagiert – und als Komplex die Filtervorrichtungen in der Niere schädigen kann, wie Forschende aus der Schweiz nachgewiesen haben. „Im Studium habe ich noch gelernt, dass Hepatitis E nur Personen in Asien, Afrika und Zentralamerika betrifft“, erzählt Achim Weber, Professor für Pathologie an der Universität Zürich und am Universitätsspital Zürich. Erst allmählich setze sich die Erkenntnis durch, dass auch Menschen in Europa sich mit dem Hepatitis-E-Virus anstecken können, insbesondere wenn ihr Abwehrsystem geschwächt sei – und sich die Infektion deshalb festsetzen oder chronifizieren könne.
Und US-Forscher haben auf der Suche nach Biomarkern für das Fortschreiten der chronischen Nierenkrankheit (CKD) in einer Studie 17 Urin- und Plasmabiomarker miteinander kombiniert. „Diese Ergebnisse legen nahe, dass ein Multi-Biomarker-Ansatz helfen könnte, die großen Unterschiede in den CKD-Verläufen bei Diabetikern zu klären, indem gleichzeitig Informationen über glomeruläre und tubulointerstitielle Kompartimente der Niere erfasst werden“, kommentiert Co-Autorin Vanessa-Giselle Peschard von der University of California, San Francisco, USA.
Auch interessant: Fast 68 Prozent der chronisch Nierenkranken leiden laut aktueller Zi-Studie zusätzlich an mindestens drei weiteren chronischen Erkrankungen.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine schöne Restwoche.
|