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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Nephrologie,
Forscher der Universitätsmedizin Greifswald haben untersucht, wie genetische Varianten den menschlichen Stoffwechsel beeinflussen. Die Wissenschaftler identifizierten dabei 192 Verbindungen zwischen Genen und Metaboliten, die Rückschlüsse auf bestimmte Prozesse in der Niere zulassen. „Mit diesem Verständnis können wir Stoffwechsel- und Nierenerkrankungen besser verstehen und neue Behandlungsmöglichkeiten erforschen“, kommentiert Prof. Anna Köttgen, Co-Leiterin der Studie.
US-Forscher beschäftigten sich mit folgender Frage: Was tun, wenn es bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (RCC) zu einem Progress kommt, nachdem sie in ihrer Therapiesequenz einen Immuncheckpoint-Inhibitor (ICI) bekommen hatten? Um zwei Optionen in dieser Situation zu überprüfen, hat ein internationales Wissenschaftlerteam um Toni Choueiri (Boston, USA) in einer neuen Studie die Kombination aus dem ICI Nivolumab und dem Tyrosinkinaseinhibitor Tivozanib einer Tivozanib-Monotherapie gegenübergestellt. „Unsere Ergebnisse untermauern, dass von einer erneuten ICI-Behandlung bei Patienten mit fortgeschrittenem RCC abgeraten werden sollte“, betonte der Erstautor Choueiri und fügt hinzu: „Darüber hinaus legen diese Daten nahe, dass eine Tivozanib-Monotherapie nach einer ICI-Behandlung wirksam ist.“
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Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und einen guten Start in das neue Jahr!
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