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Forscher der Cleveland Clinic, USA, haben herausgefunden, dass das Nierenmikrobiom die Nierengesundheit und die Bildung von Nierensteinen beeinflusst. Ihre Studie zeigte, dass die Harnwege nicht steril und geringe Bakterienkonzentrationen normal sind. Die Wissenschaftler identifizierten bestimmte Bakterien im Mikrobiom, die die Entstehung von Nierensteinen fördern oder verhindern können, und zeigten, dass der Missbrauch von Antibiotika das Mikrobiom in Richtung nierensteinfördernder Bakterien verschiebt. Studienleiter Dr. Aaron Miller hofft, dass die Erkenntnisse dazu beitragen werden, das Konzept eines sterilen Harntraktes zu widerlegen. „Die Daten deuten durchweg auf Bakterien hin. Wenn wir die Annahme der Sterilität nicht überwinden können, können wir keine wirksameren Behandlungen und Präventionsmöglichkeiten entwickeln“, betont er.
Wissenschaftler aus den USA und Japan haben in einer randomisierten Phase-I-Studie Cabozantinib und Nivolumab zur Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms (RCC) mit oder ohne Supplementierung lebender Bakterien untersucht. Obwohl sich dadurch das Mikrobiom der Patienten nicht signifikant veränderte, waren günstige Therapieeffekte zu beobachten. „Unsere Ergebnisse liefern ein vorläufiges Signal für eine verbesserte klinische Aktivität mit CBM588 bei behandlungsnaiven Teilnehmern mit metastasiertem RCC, die Cabozantinib und Nivolumab erhalten“, urteilen die Wissenschaftler über ihre Arbeit in der Fachzeitschrift „Nature Medicine“.
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Ich wünsche Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest und hernach einen guten Rutsch in das neue Jahr. Den nächsten Newsletter Nephrologie erhalten Sie am 10. Januar 2025.
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