Ausgabe 48/2025

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Freitag, 28. November 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

laut dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 2075 Nieren transplantiert. Von diesen Spenderorganen funktionierten ein Jahr nach der Transplantation noch etwa 89 Prozent und nach fünf Jahren 75 Prozent, wie das BIÖG mit Verweis auf eine europaweite Studie mit Daten aus den vergangenen drei Jahrzehnten erklärt.

Damit, wie man Nierentransplantierte zuverlässig erkennen kann, die ein Risiko für eine frühe Verschlechterung des Spenderorgans besitzen, hat sich aktuell eine US-amerikanische Arbeitsgruppe beschäftigt. Das von ihnen entwickelte Vorhersagemodell basiert im Wesentlichen auf seriellen Messungen der geschätzten glomerulären Filtrationsrate und deren Zusammenhang mit einem bevorstehenden Transplantatversagen. Ihren zweistufigen Ansatz beurteilen die Wissenschaftler bisher als vielversprechend und wollen ihn bald im klinischen Alltag testen.

Neben der Nase verfügen auch andere menschliche Organe über Riechrezeptoren – auch die Niere. Forschende aus den USA haben in einer Untersuchung festgestellt, dass Darmbakterien über chemische Signale in der Niere den Blutdruck beeinflussen können. Die Beschreibung dieser Mechanismen könne neue Wege für innovative Therapien beispielsweise bei chronischer Nierenkrankheit eröffnen, meint die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie.

Außerdem berichten wir in dieser Woche unter anderem über neue Erkenntnisse zu den Todesursachen von Krebspatienten – denn Metastasen sind nicht immer in erster Linie verantwortlich, wie eine neue Veröffentlichung zeigt.

Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende.




   Ihr
   Raphael Irmer

 

 
 
 
Nierentransplantation: Neues Tool lässt Rückschlüsse auf bevorstehendes Transplantatversagen zu

Nierentransplantation: Neues Tool lässt Rückschlüsse auf bevorstehendes Transplantatversagen zu

Forschende von der Johns Hopkins Medicine (USA) haben ein neues, auf elektronischen Patientenakten basierendes Tool entwickelt, das helfen soll, das Risiko für ein Versagen einer transplantierten Spenderniere besser einzuschätzen.

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Neue Nephrokalzinosen potenziell vermeiden

Die X-chromosomale Hypophosphatämie wurde bisher häufig mit Phosphat und Vitamin D behandelt.2 Jedoch leiden 30–70 % der so therapierten Patient:innen unter Nephrokalzinosen, die durch diese Präparate verursacht werden können.3,4 CRYSVITA® ist die einzige zugelassene, zielgerichtete Therapie für XLH, reduzierte die Krankheitslast und verursachte bisher keine neuen Nephrokalzinosen.1,5

CRYSVITA® Pflichttext | Referenzen

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Riechrezeptoren der Niere steuern Blutdruck und Zuckerhaushalt

Nicht nur die Nase kann riechen – auch die Niere verfügt über „Riechrezeptoren“. Auf diese Weise steuert das paarige Organ zentrale Körperfunktionen wie den Blutdruck.

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Niedrige eGFR, begrenzte Optionen?
Nicht mit Jardiance®!

Eine Subgruppenanalyse der EMPA-KIDNEY®-Studie mit Patienten mit CKD Stadium G4/5 ergab: Jardiance® reduzierte das Risiko für eine Progression der CKD oder CV-Mortalität sogar bei fortgeschrittener CKD.1–4,a

Pflichttext & Referenzen

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Neue Erkenntnisse zu Todesursachen bei Krebs

Neue Erkenntnisse zu Todesursachen bei Krebs

Woran stirbt man eigentlich bei Krebs? Diese simpel anmutende Frage ist offenbar selten leicht zu beantworten, oft werden Metastasen verantwortlich gemacht.

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DFG fördert weiterhin Verbundprojekt: Wie hängen Nieren- mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammen?

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den Transregio-Sonderforschungsbereich „Mechanisms of Cardiovascular Complications in Chronic Kidney Disease“ auch von 2026 bis 2029 mit rund 14,2 Millionen Euro.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Leistungsanalyse klassischer und quantenmechanischer Support-Vektor-Maschinen zur Diagnose chronischer Nierenerkrankungen.
Informatics and Health 11.09.2025

Die glomeruläre endotheliale Glykokalyx als therapeutisches Ziel bei proteinurischer Nierenerkrankung.
Nat Rev Nephrol 21.11.2025

Das mitochondriale Protein TOMM7 lindert diabetische Nierenerkrankungen durch die Regulierung der Mitophagie über die intrazelluläre Umverteilung der Phospholipase PLA2G6.
Kidney Int 21.11.2025

Entdeckung und serologische Validierung von DAMP-abgeleiteten B-Zell-Epitopen als diagnostische Biomarker für diabetische Nephropathie.
Front Endocrinol 24.11.2025

 
 
 
CT-Befunde: Verständlicher durch Künstliche Intelligenz

CT-Befunde: Verständlicher durch Künstliche Intelligenz

Ein Münchner Team der TUM hat untersucht, wie Künstliche Intelligenz CT-Befunde verständlicher machen kann. Ergebnis: Lesen dauerte weniger lang und Patienten bewerteten die automatisch vereinfachten Texte als besser verständlich und hilfreicher.

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KURZMELDUNGEN:

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt den Sonderforschungsbereich „OncoEscape“ an der Universität Freiburg über eine weitere Förderperiode. Er erforscht die Grundlagen neuer Immuntherapien gegen Krebserkrankungen.
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Wie können steigende Milliardenkosten für die medizinische Versorgung unter Kontrolle kommen? Eine Kommission soll Reformvorschläge machen – und die Ministerin bereitet auf größere Veränderungen vor.
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Gerd Nettekoven, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe, erhält die Ehrenmedaille der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften.
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TERMINE:

Nephro live: Post-Kongress
4. Dezember 2025
online

Genetische Beratung, Diagnostik und Therapien von hereditären Nierenerkrankungen
10. - 11. Dezember 2025
Würzburg

2. Multidisziplinäres Perioperatives Symposium 2026
8. - 14. März 2026
Going am Wilden Kaiser, Österreich

38th European Congress of Pathology
12. - 16. September 2026
Älvsjö, Schweden

 
 

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