Liebe Leserinnen und Leser,
laut dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 2075 Nieren transplantiert. Von diesen Spenderorganen funktionierten ein Jahr nach der Transplantation noch etwa 89 Prozent und nach fünf Jahren 75 Prozent, wie das BIÖG mit Verweis auf eine europaweite Studie mit Daten aus den vergangenen drei Jahrzehnten erklärt.
Damit, wie man Nierentransplantierte zuverlässig erkennen kann, die ein Risiko für eine frühe Verschlechterung des Spenderorgans besitzen, hat sich aktuell eine US-amerikanische Arbeitsgruppe beschäftigt. Das von ihnen entwickelte Vorhersagemodell basiert im Wesentlichen auf seriellen Messungen der geschätzten glomerulären Filtrationsrate und deren Zusammenhang mit einem bevorstehenden Transplantatversagen. Ihren zweistufigen Ansatz beurteilen die Wissenschaftler bisher als vielversprechend und wollen ihn bald im klinischen Alltag testen.
Neben der Nase verfügen auch andere menschliche Organe über Riechrezeptoren – auch die Niere. Forschende aus den USA haben in einer Untersuchung festgestellt, dass Darmbakterien über chemische Signale in der Niere den Blutdruck beeinflussen können. Die Beschreibung dieser Mechanismen könne neue Wege für innovative Therapien beispielsweise bei chronischer Nierenkrankheit eröffnen, meint die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie.
Außerdem berichten wir in dieser Woche unter anderem über neue Erkenntnisse zu den Todesursachen von Krebspatienten – denn Metastasen sind nicht immer in erster Linie verantwortlich, wie eine neue Veröffentlichung zeigt.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende.
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