Ausgabe 05/2026

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Freitag, 30. Januar 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

chronische Nierenkrankheit (CKD) und Herzinsuffizienz sind eng verknüpft: Eine aktuelle US-Studie zeigt, dass zirkulierende extrazelluläre Vesikel (EVs) aus dem Plasma von CKD-Patienten eine direkte Kardiotoxizität entfalten. Die renalen EVs, angereichert mit spezifischen miRNAs, fördern den Studienerkenntnissen zufolge Apoptose und Kontraktilitätsstörungen von Kardiomyozyten und könnten sich als neue Biomarker zur Früherkennung der CKD-assoziierten Herzinsuffizienz eignen.

Maschinelle Perfusion könnte die Ergebnisse der Nierentransplantation deutlich verbessern: Am Universitätsklinikum Leipzig wurden erstmals in Deutschland zwei Nierentransplantationen unter kontinuierlicher Organperfusion erfolgreich durchgeführt. Die Methode ermöglicht unter anderem eine bessere Organkonservierung und reduziert Ischämie- sowie Reperfusionsschäden.

Das könnte Sie auch interessieren: Die roboterassistierte Nierentransplantation (RAKT) geht bei postmortal gespendeten Nieren mit signifikant kürzeren Anastomosen- und Wiedererwärmungszeiten sowie weniger intraoperativen Komplikationen einher als die offene Technik. Diese perioperativen Vorteile zeigte eine große Vergleichsstudie aus der Fachzeitschrift „BJU International“.

Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende.




   Ihr
   Raphael Irmer

 

 
 
 
CKD: Zirkulierende extrazelluläre Vesikel vergiften das Herz

CKD: Zirkulierende extrazelluläre Vesikel vergiften das Herz

Laut den Ergebnissen einer US-Studie sind zirkulierende extrazelluläre Vesikel (EVs) aus dem Plasma von Patienten mit chronischer Nierenkrankheit (CKD) direkt an der Entwicklung einer begleitenden Herzinsuffizienz beteiligt und könnten vielversprechende Biomarker für deren Früherkennung darstellen.

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Gazyvaro® – jetzt neu zugelassen bei Lupus-Nephritis

Eine frühe Behandlung der Lupus-Nephritis ist entscheidend, um irreversible Nierenschäden zu verhindern. Der Anti-CD20-Antikörper Gazyvaro® ermöglicht eine schnelle und tiefe B-Zell-Depletion und kann so die Nierenfunktion nachhaltig erhalten. In der Phase-III-Studie erreichte fast die Hälfte der Patient:innen eine CRR– bei gutem Sicherheitsprofil und nur zwei Erhaltungsdosen pro Jahr. 

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Nierentransplantation: Innovative Methode zur Organkonservierung könnte zu besseren Ergebnissen führen

Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) hat nach eigenen Angaben als erste Klinik in der Bundesrepublik zwei Nierentransplantationen unter Einsatz der maschinellen Perfusion erfolgreich durchgeführt.

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Hyperkaliämie in Deutschland – Aktuelle
Real-World-Daten1–3

Internationale Leitlinien wie ACC, ESC und KDIGO empfehlen moderne Kaliumbinder wie LOKELMA®, um die RAASi-Therapie trotz Hyperkaliämie fortzuführen.4–6 Doch aktuelle Real-World-Daten einer Beobachtungsstudie deuten auf Lücken in der Versorgung: 89% der Hyperkaliämie-Patient:innen erhielten keine leitliniengerechte Therapie.3

Referenzen | Pflichttext

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Nierentransplantation: Kürzere Anastomosen- und Wiedererwärmungszeit beim Roboterverfahren

Nierentransplantation: Kürzere Anastomosen- und Wiedererwärmungszeit beim Roboterverfahren

Welches Verfahren ist besser für die Verpflanzung einer postmortal gespendeten Niere: die roboterassistierte oder die offene Nierentransplantation (RAKT bzw. OKT)? Die nach Angaben der Autoren größte Vergleichsstudie zu diesem Thema ergibt Vorteile für das robotische Verfahren.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Gezielte Behandlung der zellulären Seneszenz bei diabetischer Nierenerkrankung: Potenzial regenerativer, zellbasierter Therapien und anderer senotherapeutischer Ansätze.
Kidney Int 23.01.2026

Zusammenhang zwischen Nierenvolumen und patientenberichteten Ergebnissen bei ADPKD.
Kidney Int Rep 23.01.2026

Auswirkungen von Steroiden auf Anti-Nephrin-Autoantikörper und B-Zellen bei Minimal-Change-Glomerulonephritis.
Kidney Int Rep 23.01.2026

STAT3 im Podozyten: Ein wichtiger Mediator der Kommunikation zwischen Podozyten und parietalen Epithelzellen sowie der glomerulären Gesundheit?
JASN 23.01.2026

 
 

UKE: iPRIME-CS erforscht Fehlregulation bei Nieren- und Autoimmunerkrankungen

Das Nachwuchsprogramm „iPrime-Clinical Scientist“ (iPRIME-CS) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) wird von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung für weitere drei Jahre mit insgesamt 1,3 Millionen Euro gefördert.

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DGfN fordert stärkere europäische Transplantationspolitik

DGfN fordert stärkere europäische Transplantationspolitik

Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) unterstützt eine europaweite Initiative der European Kidney Health Alliance (EKHA) und weiterer Fachgesellschaften. Diese fordern die Europäische Kommission dazu auf, den zweiten EU-Aktionsplan zu Organspende und Transplantation auf den Weg zu bringen.

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KURZMELDUNGEN:

Bei „Cooling Agents“ in E-Zigaretten rät das Bundesinstitut für Risikobewertung zum Verzicht: Die Substanzen könnten Organen wie Niere und Leber schaden.
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Die Nephrologie der Medizinischen Universität Innsbruck (Österreich) hat seit Herbst 2025 einen neuen Direktor: Andreas Kronbichler. Dieser setzt auf interdisziplinäre Zusammenarbeit.
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Nachschubprobleme bei Medikamenten kommen öfter vor, und meist lassen sie sich direkt ausgleichen. Bei bestimmten Präparaten ist die Lage jetzt schwieriger.
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TERMINE:

Medizin 2026 Fachmesse für die Ärztliche Praxis
30. Januar 2026 – 1. Februar 2026
Stuttgart

Tagung des Fachverbandes für Dokumentation und Informationsmanagement in der Medizin
23. – 24. Februar 2026
Leipzig

15. Kölner Heimdialysekongress des KfH
24. – 25. April 2026
Köln

103. Jahrestagung der Vereinigung der Bayerischen Chirurgie
20. – 24. Juli 2026
Erlangen

 
 

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