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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Onkologie,
heute ist Weltkrebstag – Zeit, einen Blick zu riskieren, welche Trends sich künftig im Praxis- und Klinikalltag materialisieren könnten. So hat ein Team aus München, Berlin und von der Universität Duisburg-Essen sich damit beschäftigt, wie sich der Krankheitsverlauf besser vorhersagen lässt. Bislang fließen in diese Prognose eher starre Bewertungssysteme wie Tumorstadien ein, individuelle Unterschiede wie Geschlecht, Ernährungszustand oder Begleiterkrankungen werden hingegen kaum berücksichtigt. Die Wissenschaftler untersuchten für ihre in „Nature Cancer“ erschienene Arbeit mithilfe von Künstlicher Intelligenz das Zusammenspiel von 350 Parametern, inklusive klinische Daten, Laborwerte, Daten aus bildgebenden Verfahren und genetische Tumorprofile. Dabei kamen 114 Schlüsselfaktoren heraus und ein KI-Modell, das mit Erfolg an Daten von mehr als 3000 Lungenkrebspatienten überprüft wurde.
Als vielversprechend betrachtet die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie die Kombination mRNA-basierter Krebsimpfungen mit der Strahlentherapie. In einer Pressemitteilung erläutert sie, warum sie die Strahlentherapie als „Sparringspartner“ mit synergistischen Effekten ansieht, wie erste experimentelle Daten zu mRNA-basierten Krebsimpfungen nahe legen. Verschiedene Experten vermuten, dass diese Kombination eine wirksame Strategie darstellen könnte, um die immunsuppressive Mikroumgebung des Tumors zu überwinden.
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte – das gilt offenbar auch für Infografiken, mit denen komplexe Behandlungsabfolgen den Patienten einfacher erklärt werden können. Eine Studie in Dresden belegt, dass solche visuellen Hilfen nachvollziehbar sind und Verständnis und Sicherheit bei der Behandlung erhöhen. Vor allem ältere Patienten und Menschen mit einer anderen Muttersprache als Deutsch könnten davon profitieren.
Mehr zu diesen und weiteren Themen lesen Sie in diesem Newsletter und auf unserem Portal. Ich wünsche Ihnen eine schöne Februarwoche!
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