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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Onkologie,
dank umfangreichen Data-Minings und neuer Gen-spezifischer Klassifikationskriterien, die eine internationale Arbeitsgruppe entwickelt hat, kann ein erheblicher Anteil von Varianten unklarer Signifikanz des APC-Gens neu eingestuft werden – und zwar als doch nicht relevant für die Entstehung von Darmkrebs. Mutationen dieses Gens sind für die familiäre adenomatöse Polyposis verantwortlich, bei der es zu starker Polypenbildung kommt – sowohl schon relativ früh im Leben als auch in großer Zahl. Dadurch, dass nun ein großer Teil der APC-Mutationen als harmlose Normvarianten erkannt worden ist, würden „weltweit alle Träger dieser Varianten entlastet“, erklärt Humangenetiker Prof. Stefan Aretz von der Universität Bonn, einer der Seniorautoren der Arbeit.
Bei der Therapie von Patienten mit Hepatozellulärem Karzinom beziehungsweise der Beurteilung des Rezidivrisikos nach erfolgter Leberresektion lohnt sich offenbar ein ganzheitlicherer Blick auf die Betroffenen. Laut einer neuen Studie aus Japan ist das Risiko für ein erneutes Auftreten der Krebserkrankung erhöht, wenn der Patient auch an Diabetes leidet und adipös ist. Diese Erkenntnis impliziert nach Angaben der Wissenschaftler auch, dass die Behandlung und Kontrolle dieser beiden Komorbiditäten wichtiger Bestandteil des Therapiekonzeptes bei Leberkrebs sein kann.
Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und eine schöne Herbstwoche!
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