Ausgabe 16/2026

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Dienstag, 14. April 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

bei präklinischen Studienergebnissen winkt der eine oder andere vermutlich gedanklich ab, dauert es in der Regel doch noch Jahre bis zur praktischen Anwendung – falls sich die Ergebnisse überhaupt übertragen lassen. Spannender wird es, wenn ein Medikament zum Einsatz kommt, das bereits in einer anderen Indikation zugelassen ist.

Eine solche Konstellation liegt nun für das krankheitsmodifizierende Antirheumatikum Leflunomid vor, das in Kombination mit einer Strahlentherapie und einer PD-1-Blockade (oder der direkten Gabe von Interferon-gamma) Erfolge bei Strahlenresistenz zeigte. Der Hintergrund: Lungenkrebszellen bekämpfen die Strahlentherapie-induzierte Ferroptose unter anderem durch die erhöhte Produktion des mitochondrialen Enzyms Dihydroorotat-Dehydrogenase (DHODH). Die DHODH kann ihrerseits mit Leflunomid gehemmt werden. Die Immuntherapie dient der Hochregulierung von Interferon-gamma, das ebenfalls die Ferroptose fördert.

Außerdem gibt es diese Woche Einiges aus der pädiatrischen Onkologie bzw. Hämatologie – unter anderem eine neue Gentherapie für den schweren Leukozyten-Adhäsionsdefekt Typ I – und Erkenntnisse einer in „Nature“ veröffentlichten Studie dazu, wie die ersten Tumorzellen ihr Überleben sichern.

Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie in diesem Newsletter, auf unserem Nachrichtenportal sowie in der aktuellen Ausgabe von KOMPAKT ONKOLOGIE. Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und eine entspannte Frühlingswoche!




  Ihre
   Sandra Frins

 

 
 
Strahlenresistenz bei Lungenkrebs überwinden

Strahlenresistenz bei Lungenkrebs überwinden

In einer präklinischen Studie haben Forscher des MD Anderson Cancer Center einen Mechanismus identifiziert, durch den Lungenkrebs resistent gegen Strahlentherapie wird, und eine vermutlich schnell umsetzbare Strategie entwickelt, um dieser Herausforderung zu begegnen.

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Interview Prof. Möhler:
Denosumab in der SRE-Prävention

Osenvelt™ erweitert als Denosumab-Biosimilar die Optionen zur Prävention skelettbezogener Ereignisse bei Erwachsenen mit fortgeschrittener Tumorerkrankung und Knochenmetastasen. Welche Rolle Denosumab etwa bei GI-Tumoren in der Prävention skelettbezogener Ereignisse spielt, und was dies für Therapiefähigkeit und Lebensqualität der Betroffenen bedeutet, erläutert Prof. Markus Möhler im Interview.

Pflichttext

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FDA lässt Gentherapie für schwere Immundefizienz zu

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat eine Gentherapie für den schweren Leukozyten-Adhäsionsdefekt Typ I zugelassen – eine genetisch bedingte Erkrankung, die durch wiederkehrende Infektionen und häufig einen frühen Tod gekennzeichnet ist.

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Von der frühen Krankheitskontrolle bis zum HU-Versagen

Mit BESREMi® Polycythaemia Vera an der Wurzel packen

  • Früher Einsatz von BESREMi® (Ropeg-IFN) kann bei Low risk-PV erwogen werden²
  • BESREMI® kann die Allel-Last langfristig senken1
  • Eine Absenkung der Allel-Last kann prognostisch relevant sein2
  • Mit BESREMi® ist eine Krankheitsmodifikation möglich1
  • BESREMI® kann das ereignisfreie Überleben verlängern3

Fachinformation | Referenzen

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Androgene fördern das Wachstum von PFA-Ependymomen

Androgene fördern das Wachstum von PFA-Ependymomen

Ein internationales Team hat herausgefunden, was das Wachstum von Ependymomen der hinteren Schädelgrube Typ A (PFA-Ependymom) antreibt. Dies eröffnet neue Behandlungsansätze. 

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Einfach bessere Aussichten:
DATROWAY® beim HR+/HER2– mBC

DATROWAY® (Datopotamab deruxtecan) ist seit April 2025 für Patient:innen mit HR+/HER2– mBC nach ET und CT zugelassen. Damit deckt DATROWAY® das gesamte HER2-negative Spektrum von HER2-low bis HER2-null ab.1,2

Referenzen & Pflichttext

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Neue molekulare Zielstruktur beim Hochrisiko-Neuroblastom identifiziert

Kölner Forschende haben bei Kindern mit Neuroblastom eine genetische Veränderung im FGFR1-Gen identifiziert, die mit einem besonders aggressiven Krankheitsverlauf verbunden ist. Präklinische Untersuchungen zeigen, dass FGFR-Hemmer einen möglichen Ansatz für zukünftige personalisierte Therapien darstellen könnten. 

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Wie die ersten Tumorzellen überleben

Wie die ersten Tumorzellen überleben

Ein internationales Forschungsteam hat einen Mechanismus beschrieben, der das Überleben von Tumorzellen in einem sehr frühen Stadium fördert. Die Erkenntnisse können dazu beitragen, die Früherkennung von Speiseröhrenkrebs zu verbessern. Zellbiologie und Genetik (MPI‑CBG).

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Tumorzelleigenes „Alarmsystem“ verbessert Wirksamkeit der CAR-T-Zell-Therapie

Münchener Wissenschaftler haben mit einer Förderung der Wilhelm Sander-Stiftung in Höhe von 146.000 Euro zentrale Resistenzmechanismen von Tumorzellen gegenüber CAR-T-Zellen aufgedeckt.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Nonavalenter HPV-Impfstoff und damit verbundene Krebserkrankungen bei Männern
JAMA Oncol, 09.04.2026

Vierteilige kostenlos verfügbare Artikelserie: Modernste systemische Krebstherapien
Lancet, 19.03.2026

Eine randomisierte Phase-II-Studie mit Mezagitamab bei primärer Immunthrombozytopenie
N Engl J Med 2026;394:1388–1398.

 Ifinatamab Deruxtecan, ein gegen B7-H3 gerichtetes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat, bei Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren (IDeate-PanTumor01): Ergebnisse der Dosissteigerung aus einer Phase-I/II-Studie
Lancet 2026;27(4): 491–501.  

Erste Studie am Menschen zu IL-15-aktivierten Zytokin-induzierten Killerzellen nach allogener Stammzelltransplantation zeigt dauerhafte Remission und Serotherapie-bedingte Immunrekonstitution bei Leukämie
J Clin Oncol, 08.04.2026

 
 
 
Molekulare Analysen könnten Behandlungschancen bei seltenem Weichteiltumor erhöhen

Molekulare Analysen könnten Behandlungschancen bei seltenem Weichteiltumor erhöhen

Der desmoplastische klein- und rundzellige Tumor ist selten, aggressiv und schwer zu behandeln. Forschende aus Heidelberg haben 30 Tumoren umfassend analysiert und für fast alle Betroffenen potenzielle personalisierte Therapieoptionen abgeleitet – mit teils überraschendem Erfolg.

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PANORAMA:

Der Deutsche Krebspreis wird jährlich in den Kategorien „Translationale Forschung“, „Klinische Forschung“, „Experimentelle Forschung“ und „Versorgungsforschung“ vergeben. Dieses Jahr werden sechs Wissenschaftler geehrt.
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US-Forscher haben entdeckt, dass T-Zellen in die Prostata wandern und dort langfristigen Schutz vor Infektionen bieten können. Ihre Ergebnisse legen nahe, dass Mediziner diese Zellen zukünftig auch zur Behandlung von Prostatakrebs nutzen könnten.
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Düsseldorfer Forscher haben molekulare Mechanismen entdeckt, die die Ansiedlung von Krebszellen in anderen Geweben ermöglichen können. Im Mittelpunkt stehen Netrine als Signalmoleküle.
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Dr. Nina Hedemann wirbt 500.000 Euro DFG-Förderung für das Forschungsprojekt „Präzisionsmedizin bei Eierstockkrebs“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein ein. Das Projekt untersucht die Rolle des Enzyms ADAM17 bei der Entstehung von Chemotherapie-Resistenzen.
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TERMINE:

International Prostate Cancer Symposium
28.–29. April 2026
Lugano, Schweiz

Advanced Prostate Cancer Consensus Conference 2026
30. April – 2. Mai 2026
Lugano, Schweiz

AKO Symposium „Was ändert sich in der Uro-Onkologie” (4 Teiler)
6. Mai 2026
Online, 3. Block

Onkologie Kompakt 2026
7. – 9. Mai 2026
Undeloh

Grundlagen Ernährung in der Onkologie – Worauf kommt es an?
7. Mai 2026
Online

 
 

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