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Liebe Leserinnen und Leser,
bei präklinischen Studienergebnissen winkt der eine oder andere vermutlich gedanklich ab, dauert es in der Regel doch noch Jahre bis zur praktischen Anwendung – falls sich die Ergebnisse überhaupt übertragen lassen. Spannender wird es, wenn ein Medikament zum Einsatz kommt, das bereits in einer anderen Indikation zugelassen ist.
Eine solche Konstellation liegt nun für das krankheitsmodifizierende Antirheumatikum Leflunomid vor, das in Kombination mit einer Strahlentherapie und einer PD-1-Blockade (oder der direkten Gabe von Interferon-gamma) Erfolge bei Strahlenresistenz zeigte. Der Hintergrund: Lungenkrebszellen bekämpfen die Strahlentherapie-induzierte Ferroptose unter anderem durch die erhöhte Produktion des mitochondrialen Enzyms Dihydroorotat-Dehydrogenase (DHODH). Die DHODH kann ihrerseits mit Leflunomid gehemmt werden. Die Immuntherapie dient der Hochregulierung von Interferon-gamma, das ebenfalls die Ferroptose fördert.
Außerdem gibt es diese Woche Einiges aus der pädiatrischen Onkologie bzw. Hämatologie – unter anderem eine neue Gentherapie für den schweren Leukozyten-Adhäsionsdefekt Typ I – und Erkenntnisse einer in „Nature“ veröffentlichten Studie dazu, wie die ersten Tumorzellen ihr Überleben sichern.
Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie in diesem Newsletter, auf unserem Nachrichtenportal sowie in der aktuellen Ausgabe von KOMPAKT ONKOLOGIE. Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und eine entspannte Frühlingswoche!
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