Ausgabe 03/2025

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Dienstag, 14. Januar 2025

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Onkologie,

beginnen wir diesen Newsletter mit neuen Daten zu adjuvantem Nivolumab beim muskelinvasiven Urothelkarzinom mit hohem Rezidivrisiko nach radikaler Resektion. Für dieses Setting liegen jetzt Daten nach einer medianen Nachbeobachtung von 36,1 Monaten aus der CheckMate-274-Studie vor: Sie belegen einen anhaltenden Vorteil beim krankheitsfreien Überleben, vor allem für Patienten mit PD-L1 ≥1 Prozent. Vorläufige Daten zum Gesamtüberleben zeigen auch diesbezüglich einen Nutzen, ebenso beim rezidivfreien Überleben – bezogen auf Rezidive außerhalb des Harntraktes –, sowie beim von Fernmetastasen freien Überleben. Nach Ansicht der Autoren um Prof. Matthew D. Galsky von der Icahn School of Medicine at Mount Sinai in New York, USA, könnte sich diese Therapie damit zum neuen Standard mausern.

Immuncheckpoint-Inhibitoren stehen auch im Fokus einer Arbeit, die sich mit dem negativen Einfluss von Opioiden auf deren Effektivität befasst hat. Die US-Forscher testeten im Mausmodell für Kopf-Hals-Tumoren die beiden peripher beschränkten OPRM1-Antagonisten (PAMORAs) Methylnaltrexon und Axelopran. Damit konnten sie die die opioidinduzierte Immunsuppression blockieren und die Ansprechraten verbessern. Da PAMORAs die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden können, bleibt die schmerzlindernde Wirkung erhalten.

Einer gegen CD20 gerichteten Immuntherapie bei der Arbeit zugesehen haben Wissenschaftler der Universität Würzburg mit einer neuen Methode der superauflösenden Mikroskopie: Damit gelang es ihnen, in molekularer Auflösung in 3D zu beobachten, wie die therapeutischen Antikörper RTX, OFA, OBZ und 2H7 B-Zellen angreifen, verändern und auf diese Weise ihre Zerstörung induzieren. Dabei zeigte sich auch, dass alle vier Antikörper verstärkt CD20-Moleküle verketten, die sich auf mikrometerlangen Ausstülpungen der Membran – den Mikrovilli – befinden.

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Woche!




   Ihre
   Sandra Frins

 

 
 
Muskelinvasives Urothelkarzinom: Anhaltende Vorteile durch adjuvantes Nivolumab

Muskelinvasives Urothelkarzinom: Anhaltende Vorteile durch adjuvantes Nivolumab

Eine erweiterte Analyse der CheckMate-274-Studie unterstützt nach Ansicht der Autoren die Annahme, dass adjuvantes Nivolumab ein neuer Standard in der Behandlung des muskelinvasiven Urothelkarzinoms mit hohem Rezidivrisiko nach radikaler Resektion werden könnte.

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Immuntherapie gegen Krebs: So tun therapeutische Antikörper ihre Arbeit

Dank einer innovativen Methode der superauflösenden Mikroskopie hat ein Forschungsteam der Universität Würzburg erstmals mit molekularer Auflösung in 3D beobachtet, wie therapeutische Antikörper B-Zellen angreifen, verändern und dadurch deren Zerstörung einleiten.

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Krebsimmuntherapie: Bestimmte Wirkstoffe könnten negative Wirkung von Opioiden aufheben

Krebsimmuntherapie: Bestimmte Wirkstoffe könnten negative Wirkung von Opioiden aufheben

Opioide werden häufig bei krebsbedingten Schmerzen eingesetzt, können aber die Wirkung einer Immuncheckpoint-Inhibitor-Therapie verringern. Zwei Wirkstoffe konnten im Mausmodell für Kopf-Hals-Krebs die Ansprechraten auf eine Immuntherapie verbessern.

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ASV-Angebot bald auch bei allogener HSZT und bestimmten Lymphomen und Leukämien

Das Angebot einer ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) wird es künftig auch für Patienten geben, die mit einer allogenen Stammzelltransplantation (HSZT) behandelt wurden. Einen entsprechenden Beschluss hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) getroffen.

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Fibroblasten als Treiber der Therapieresistenz bei Prostatakrebs

Fibroblasten als Treiber der Therapieresistenz bei Prostatakrebs

Ein Forschungsprojekt aus Österreich und der Schweiz nimmt die Zellen aus dem Tumorumfeld von Prostatakrebs ins Visier, denn dort liegen oft die Gründe für eine Therapieresistenz. Um neue Strategien zur Überwindung von Therapieresistenzen zu entwickeln, greifen die Forscher auf eine umfangreiche Biobank zurück.

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Licht und KI: Technologie für präzisere Krebs-Operationen

Krebsoperationen könnten durch eine neue Technologie künftig sicherer werden: Ein interdisziplinäres Team hat ein neuartiges Endoskop entwickelt, das Tumorgewebe präzise erkennen und gezielt entfernen kann – in Echtzeit während der Operation.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Trastuzumab-Pertuzumab plus Eribulin oder Taxan als Erstlinienchemotherapie beim HER2-positiven lokal fortgeschrittenen/metastasierten Brustkrebs: die randomisierte Nichtunterlegenheitsstudie EMERALD der Phase III
J Clin Oncol 09.01.2025; doi: 10.1200/JCO-24-01888

Talquetamab plus Teclistamab beim rezidivierten oder refraktärenMultiplen Myelom
N Engl J Med 2025;392:138-149; doi: 10.1056/NEJMoa2406536

Induzierte pluripotente, aus Stammzellen gewonnene, gegen CD19 gerichtete CAR-NK-Zellen beim B-Zell-Lymphom: eine erste Phase-I-Studie am Menschen
Lancet 11.01.2025; doi: 10.1016/S0140-6736(24)02462-0

Gegen Claudin 18.2 gerichtetes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat CMG901 bei Patienten mit fortgeschrittenem Karzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs (KYM901): eine multizentrische, unverblindete, einarmige Phase-I-Studie
Lancet Oncol 06.01.2025; doi: 10.1016/S1470-2045(24)00636-3

Neoadjuvantes Nivolumab plus Ipilimumab im Vergleich zur Chemotherapie bei resektablem Lungenkrebs
J Clin Oncol 08.01.2025; doi: 10.1200/JCO-24-02239

 
 
 
Mutationen des Tumorgens TP53 umfassend charakterisiert

Mutationen des Tumorgens TP53 umfassend charakterisiert

Mit der Analyse von mehr als 9000 TP53-Mutationen legen Marburger Forschende Grundlagen für personalisierte Krebstherapien.

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KURZNACHRICHTEN:

Wissenschaftler von der Medizinischen Fakultät der University of California in San Diego (USA) beleuchten in einer neuen Veröffentlichung die Entwicklung von Krebserkrankungen der Leber.
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In der weltweit größten prospektiven Studie zum Einsatz Künstlicher Intelligenz im deutschen Mammographie-Screening-Programm konnte die Entdeckungsrate für Brustkrebs um fast 18 Prozent gesteigert werden.
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Forscher haben eine neue Familie proteinbasierter Antagonisten entwickelt, die den Granulozyten-Kolonie-stimulierenden Faktor-Rezeptor (G-CSFR) effizient blockieren, der für die Entwicklung von Leukämie und verschiedenen entzündlichen Erkrankungen unerlässlich ist.
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Gerd Nettekoven hat den Vorstandsvorsitz der Deutschen Krebshilfe nach insgesamt 46 Jahren bei der Organisation an Dr. Franz Kohlhuber abgegeben. Karin Germann ergänzt die neue Führungsspitze.
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TERMINE:

GRK 2727: International Conference on Innate Immune Checkpoints in Cancer and Tissue Damage
Heidelberg
23. - 24. Januar 2025

Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie Onkologie Wintersymposium 2025
Wien, Österreich
24. Januar 2025

59. Ärztekongress Stuttgart
Stuttgart
31. Januar - 2. Februar 2025

20. Zertifizierungskurs „Medikamentöse Tumortherapie in der Dermato-Onkologie”
Berlin
14. - 16. Februar 2025

 
 

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