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Liebe Leserinnen und Leser des KOMPAKT ONKOLOGIE,
Krebspatienten, die in keiner guten körperlichen Verfassung sind, vertragen vor allem intensive Therapien naturgemäß schlechter. Nicht wenige von ihnen leiden unter einer Tumorkachexie. Definiert wird sie als ungewollter Verlust von mehr als fünf Prozent des Körpergewichts innerhalb eines halben Jahres nach der Diagnose bei jenen, die nicht zuvor schon untergewichtig waren. Laut bisherigem Kenntnisstand ist die Tumorkachexie eine Folge komplexer Stoffwechselprozesse und nicht nur das Ergebnis eines verminderten Appetits der Betroffenen.
Forschende aus Deutschland haben aber nun gemeinsam mit internationalen Kollegen die Leber als einen offenbar wichtigen Faktor bei der Entstehung der Tumorkachexie erkannt. Die Hauptrollen spielen dabei ein spezifisches Gen und die innere Uhr der Leber. Aus den neu erfassten Zusammenhängen könnten sich möglicherweise Biomarker entwickeln lassen, anhand derer bereits bei der Feststellung einer Krebserkrankung Patienten erkennbar wären, bei denen ein erhöhtes Risiko für eine Tumorkachexie besteht.
Eine spannende neue Therapie-Option, die auf dem ASCO 2025 vorgestellt wurde, scheint sich beim Immuntherapie-resistenten Melanom aufzutun: Ein genetisch veränderter Herpes-simplex-Virus (HSV-1) in Kombination mit Nivolumab führte bei einem Drittel der Behandelten zu einer Tumorverkleinerung von mindestens 30 Prozent, bei etwa jedem Sechsten verschwanden die Tumoren sogar.
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Ich wünsche Ihnen eine entspannte Sommerwoche!
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