|
Liebe Leserinnen und Leser,
was Forschende aus den USA jüngst in der Zeitschrift „Science“ schreiben, klingt zu schön, um wahr zu sein: Sie berichten von der offenbar bisher erfolgreichen Entwicklung eines Impfstoffkandidaten, der möglicherweise universell vor einer großen Bandbreite respiratorischer Krankheitserreger schützen könnte. Die Versuche an Mäusen zumindest waren den Wissenschaftlern zufolge vielversprechend.
Der besondere Kniff an der Sache ist der: Das mögliche neue Vakzin beruht nicht auf dem Prinzip der Imitation von Virusbestandteilen zum Hervorrufen einer Immunantwort. Vielmehr ahmt der Impfstoff Signale nach, über die Immunzellen im Verlauf einer Infektion miteinander kommunizieren. Die Wissenschaftler beschreiben dies als eine Art Rückkopplungsmechanismus zwischen angeborenem und erworbenem Immunsystem, durch den eine breite Immunantwort aufrechterhalten werden kann.
Es wird spannend sein zu beobachten, wie es mit dieser Vakzin-Idee weitergeht. Einstweilen wird es wohl in Europa bald den ersten kombinierten Impfstoff gegen COVID-19 und Influenza geben – die zuständige Behörde, die EMA, hat die Einführung befürwortet. Nun ist die EU-Kommission am Zug. Mehr zu diesem Impfstoff erfahren Sie in unseren Kurzmeldungen.
Weitere Nachrichten aus der Pneumologie lesen Sie in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal. Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
|