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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Pneumologie,
eine groß angelegte Untersuchung aus Österreich bescheinigt dem oralen Virostatikum Nirmatrelvir-Ritonavir eine hohe reale Wirksamkeit bei COVID-19-Patienten, die nicht so schwer erkrankt sind, dass sie stationär behandelt werden müssten. Die Wissenschaftler hatten Daten zu mehr als 100.000 Personen ausgewertet, die während einer von der Omikron-Variante dominierten Phase der Pandemie eine SARS-CoV-2-Infektion erlitten hatten. Diese zeigten unter Behandlung mit Nirmatrelvir-Ritonavir ein signifikant geringeres Risiko für eine Hospitalisierung oder Tod (unter Molnupiravir übrigens nicht). Allerdings: Der Effekt betraf in dieser Deutlichkeit nur ältere Erkrankte im Alter von mindestens 60 Jahren, jüngere Patienten profitierten weit weniger stark.
Im Mittelpunkt einer anderen aktuellen Arbeit steht ein Risikofaktor für Lungenkrebs: Den Autoren zufolge ist die Wahrscheinlichkeit dafür bei Patienten mit Chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) erhöht – insbesondere, wenn Tabakkonsum als zweiter Risikofaktor hinzukommt. Die Wissenschaftler denken deshalb, dass einer Lungenkrebsvorsorge bei COPD-Patienten verstärkt Beachtung geschenkt werden sollte.
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Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche,
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