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Liebe Leserinnen und Leser,
nach dem offiziellen Start des Lungenkrebs-Screenings als Kassenleistung in Deutschland beschäftigt uns das onkologische Thema auch in dieser Woche. Dabei geht es zunächst darum, ob das Patientenalter ein hartes Kriterium für die Entscheidung sein sollte, bei wem eine potenziell kurative Lungenkrebs-Operation durchgeführt wird und bei wem eher nicht. Forschende aus den USA sprechen sich in einer aktuellen Publikation dagegen aus.
Die Autoren der Arbeit beobachteten in ihrer Untersuchung zwar ein etwas höheres Komplikationsrisiko bei Operierten im Alter von über 80 Jahren, aber keine Unterschiede zu Jüngeren hinsichtlich der postoperativen Lebensqualität und der Besserung des Gesundheitszustandes einige Zeit nach dem Eingriff. Auch zum Lungenkrebs-Screening haben sich die Forschenden Gedanken gemacht und sind der Ansicht, dass künftig auch Personen eingeschlossen werden sollten, die das 80. Lebensjahr schon überschritten haben.
Wie wertvoll die robotergestützte Bronchoskopie in der Früherkennung von Lungenkrebs sein kann, bestätigt eine andere neue Untersuchung, die an verschiedenen Standorten der Mayo Clinic in den USA durchgeführt wurde. Der Publikation zufolge ist der Anteil der dort im Frühstadium diagnostizierten Lungenkrebsfälle stark gestiegen, seit die robotergestützte Bronchoskopie in den beteiligten Kliniken eingeführt worden ist: von 46 Prozent im Jahr 2019 auf fast 69 Prozent (Mitte 2024). Die Autoren sehen das Verfahren ganz klar als „Game-Changer“ bei der frühen Lungenkrebsdiagnose.
Lesen Sie außerdem in dieser Woche in unserem Newsletter über die IMPACC-Studie und die Folgen eines unsachgemäßen Einsatzes von Azithromycin bei COVID-19. Ein weiteres aktuelles Thema ist das Risiko für Nikotin-Intoxikationen bei Kleinkindern – nicht durch herkömmliche, sondern durch E-Zigaretten.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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