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Liebe Leserinnen und Leser des KOMPAKT PNEUMOLOGIE,
Lungenkrebs gehört zu den stigmatisierenden Erkrankungen, impliziert er doch für viele, dass der Betroffene raucht oder geraucht hat und damit die alleinige Verantwortung für sein Schicksal trägt. Doch was ist mit Nichtrauchern? Immer häufiger wird ein Lungenkarzinom auch bei Personen diagnostiziert, die nie eine Zigarette angefasst haben. Hier werden Umweltfaktoren wie schadstoffbelastete Luft im Allgemeinen oder am Arbeitsplatz als Ursachen genannt. Forschende aus den USA berichten nun in einer neuen Studie über die Identifizierung genomischer Zusammenhänge zwischen Lungenkrebs und Luftverschmutzung: Die von ihnen untersuchten Lungentumore von Nichtrauchern, die in Regionen mit stärker belasteter Luft lebten, wiesen deutlich mehr Mutationen auf.
Der Behandlung von Lungenkrebs sind nicht selten durch auftretende Therapieresistenzen Grenzen gesetzt. Einen damit in Zusammenhang stehenden Mechanismus glauben die Autoren einer aktuellen Publikation in „ACS Nano“ gefunden zu haben: die Interaktion zweier Proteine in Krebszellen, die gewissermaßen füreinander einspringen. Wird das eine blockiert, hilft das andere dem Tumor beim Überleben.
Und schließlich noch dies: Bei der Therapie von Lungenkrebs mit Immuncheckpoint-Inhibitoren können hochdosierte Steroide, die mit der Erkrankung oder deren Behandlung assoziierte Symptome lindern sollen, die Wirkung beeinträchtigen. Das zeigt eine kürzlich in „Cancer Research Communications“ veröffentlichte Arbeit. Wie es zu diesem Wirkungsverlust kommt, können Sie in unserem Beitrag nachlesen.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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