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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Pneumologie,
bis es aufgrund des Rauchens von Zigaretten zu Atemwegssymptomen wie Wheezing und Husten kommt, braucht es offenbar nicht zwingend einen jahrzehntelangen Tabakkonsum: Forschende haben festgestellt, dass bereits bei jungen Erwachsenen ein signifikanter Zusammenhang festzustellen ist, wenn die Betreffenden schon vor dem 18. Lebensjahr dauerhaft zur Zigarette greifen. Vorgestellt wurde die Studie kürzlich auf dem internationalen Kongress der European Respiratory Society (ERS).
Doch beim Schutz der Atemwegsgesundheit junger Menschen geht nicht nur um Zigaretten, wie Prof. Des Cox, Mitglied des ERS Tobacco Control Committee, betonte: Immer mehr Kinder und Jugendliche konsumierten Elektronische nikotinhaltige Abgabesysteme (ENDS), unterstrich er. Über die genauen Folgen wisse man noch wenig.
Klar zu sein scheint aber Folgendes: Immer mehr Menschen, die nie geraucht haben, konsumieren ENDS. Das zeigt zumindest eine neue Studie aus England. Der Trend nimmt offenbar zu, seit Einweg-E-Zigaretten auf den Markt gekommen sind.
Dass Arbeitnehmer in Deutschland immer häufiger krank sind, bestätigt aktuell der AOK-Bundesverband auf der Grundlage von Krankmeldungen. Demnach waren in den ersten acht Monate des laufenden Jahres schon genau so viele Krankheitsfälle zu verzeichnen wie im Vorjahr insgesamt. Als einen wichtigen treibenden Faktor hat die Krankenkasse Atemwegserkrankungen ausgemacht.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre – und bleiben Sie gesund!
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