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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Pneumologie,
wer sich um seine Lungengesundheit sorgt, kann dafür selbst viel tun. Leider ist man in dieser Hinsicht aber auch von bestimmten Umweltfaktoren beziehungsweise deren Vermeidung abhängig. Auf manche davon hat man aber möglicherweise nur bedingt Einfluss. Ein Beispiel dafür ist die Exposition gegenüber Passivrauch im privaten Umfeld. Während Rauchverbote in der Gastronomie, in öffentlichen Gebäuden und so weiter schon einen großen Schritt nach vorn beim Nichtraucherschutz darstellen, ist anderenorts offenbar noch viel zu tun: Das zeigt eine kürzlich veröffentlichte Studie dazu, in welchem Ausmaß in verschiedenen europäischen Ländern Nichtraucher in privaten Haushalten vor Zigarettenrauch geschützt werden. Die Unterschiede sind erheblich. Deutschland kommt dabei im Vergleich zu anderen untersuchten Ländern übrigens nicht über Mittelmaß hinaus.
Doch auch im öffentlichen Raum lauern noch Gefahren für die Lunge. So schätzt die Europäische Umweltagentur in einem aktuellen Bericht, dass in der EU mindestens 239.000 Todesfälle pro Jahr auf eine zu hohe Feinstaubbelastung zurückführen sind. Allerdings hätten diese Fälle in den Jahren 2005 bis 2022 um 45 Prozent abgenommen, in Deutschland sogar um 53 Prozent.
Außerdem berichten wir in dieser Woche unter anderem darüber, warum Metformin bei Lungenkrebs helfen könnte und werfen einen ersten Blick voraus auf den Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin 2025, der im April in Leipzig stattfinden wird.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche,
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