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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Pneumologie,
frühzeitig erkennen zu können, ob Patienten mit Chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) auf eine Exazerbation zusteuern oder eine solche vielleicht schon ihren Anfang genommen hat, wäre von unschätzbarem Wert für die gesundheitliche Entwicklung der Betroffenen auch auf lange Sicht. Doch wenn behandelnde Ärzte Patienten mit einer akuten Verschlechterung zu sehen bekommen, ist diese in der Regel schon in vollem Gange. Gut wäre es da, wenn COPD-Patienten selbst und im heimischen Umfeld schon kleinste Vorzeichen erkennen könnten – wie beispielsweise subtile Veränderungen der Stimme. Offenbar können solche entsprechende Hinweise geben, wie die Autoren einer Pilotstudie beim diesjährigen Kongress der European Respiratory Society (ERS) berichteten. Dafür reichten Sprachaufnahmen mit einem Smartphone aus. Nun wollen die Forschenden aufbauend auf ihren aktuellen Erkenntnissen gemeinsam mit COPD-Patienten die „SPEAK-App“ entwickeln.
Ebenfalls beim ERS-Kongress präsentiert wurden die Ergebnisse eines Vergleiches von Vapern, Rauchern und Nichtkonsumenten bezüglich deren körperlicher Belastbarkeit. Alle Probanden waren jung und zeigten keine Anzeichen von Lungenschäden. Das Resultat: Sowohl die dampfenden als auch die rauchenden Personen schnitten beim Belastungstest auf dem Fahrradergometer schlechter ab als die Vergleichsgruppe. Dabei hatten sie nicht nur mehr Atemprobleme, sondern waren insgesamt weniger fit und ihre Muskulatur ermüdete stärker.
Und zum Schluss noch eine beruhigende Erkenntnis, die beim ERS-Kongress vorgetragen wurde: Unter Asthmatikerinnen, die schwanger werden, ist keine geringere Lebendgeburtenrate festzustellen als bei Frauen ohne die Atemwegserkrankung.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche,
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