|
Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Pneumologie,
eine kürzlich vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) veröffentliche Studie wirft ein Schlaglicht auf die Veränderungen bei diagnostizierten Atemwegserkrankungen, die seit der COVID-19-Pandemie zu beobachten sind. Die Auswertung vertragsärztlicher Abrechnungsdaten bestätigt die Feststellung, dass 2020 und 2021 deutlich weniger diagnostizierte Atemwegserkrankungen zu verzeichnen waren, während mit dem Auslaufen der Pandemie, also seit 2022, deutlich wieder mehr Patienten wegen infektiöser pulmonaler Beschwerden einen Arzt aufsuchten. Am deutlichsten wurde dies dem Zi zufolge in der Altersgruppe von Erwachsenen bis 65 Jahre sowie bei Kindern im Grundschulalter. Laut dem Zi-Vorstandsvorsitzenden Dr. Dominik von Stillfried zeigen diese Daten auch, dass „die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in der COVID-19-Krise wie auch seither besonders intensiv in Anspruch genommen worden sind.“
Wissenschaftler aus den USA glauben, dass es sich lohnen könnte, Kinder mit der seltenen Primären Ziliendyskinesie (PCD) gezielt auf Asthma zu untersuchen. Die Forschenden konnten anhand zweier großer Kohorten darstellen, dass PCD-Kinder deutlich häufiger auch an Asthma leiden als Altersgenossen ohne die genetische Störung. Außerdem berichten wir in dieser Woche über das Weaning auf Intensivstationen und die Situation bezüglich der Prophylaxe im Hinblick auf das respiratorische Synzytialvirus in den USA – die laut einer aktuellen Studie längst nicht so gut ist, wie sie sein könnte.
Wir verabschieden uns nun in eine kurze Winterpause – unser nächster Newsletter erscheint am 8. Januar. Ich wünsche Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr – bleiben Sie vor allem gesund!
|