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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Pneumologie,
nachdem aus der DigiHero-Studie bisher vor allem neue Erkenntnisse zu Long-COVID bekannt geworden sind, berichten Forschende von der Universitätsmedizin Halle (Saale) nun über das Risiko einer Ansteckung mit der SARS-CoV-2-Variante Omikron innerhalb von Haushalten. Auch diese Untersuchung fußt auf der Umfrageplattform, die die Universität Halle 2021 als Tool der Digitalen Gesundheitsforschung ins Leben gerufen hat.
Die Analyse von Daten zu mehr als 600 Personen aus der zweiten Jahreshälfte 2022 zeigt, dass das Risiko für die Übertragung der SARS-CoV-2-Variante Omikron innerhalb eines Haushaltes kurz nach einer Impfung oder Infektion mit dem Virus bei etwa 20 Prozent liegt, um dann innerhalb eines Jahres auf etwa 80 Prozent anzusteigen.
Der durch Impfung oder erlittene Infektion aufgebaute Schutz vor einer Ansteckung ging also in der DigiHero-Studie innerhalb eines Jahres deutlich zurück. Ein am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung entwickelter neuartiger Vektorimpfstoff ist da von besonderem Interesse: Er zeigte im Tiermodell eine anhaltende Immunantwort über deutlich längere Zeiträume als etablierte Vakzine. Bei dem neuen Impfstoff wird ein tierisches Zytomegalievirus als Vehikel eingesetzt.
Lesen Sie außerdem in dieser Woche bei uns über die Ergebnisse einer Untersuchung zur Sicherheit von intravenösem Remdesivir bei Schwangeren, einem neu entdeckten Wirkmechanismus zur Abtötung von Krebszellen und die Todesfall-Statistik 2023 des Statistischen Bundesamtes Destatis.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche,
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