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Liebe Leserinnen und Leser,
gute Argumente gegen das Rauchen, mit denen man Patienten konfrontieren kann, gibt es viele: Ein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen stehen dabei sicher ganz oben. Assoziationen gibt es aber auch mit neurodegenerativen Erkrankungen. Im Mittelpunkt einer neuen Untersuchung zu diesem Thema stehen dabei nicht, wie so oft, Auswirkungen des Rauchens auf das Gefäß- und Atmungssystem, sondern die Vermutung, dass eine durch Nikotin ausgelöste Fehlkommunikation zwischen Lunge und Gehirn eine Rolle spielen könnte.
Die Forschenden entdeckten einen Weg von der Lunge zum Gehirn, der bisher unbekannt war: Er führt über pulmonale neuroendokrine Zellen. Findet eine Nikotinexposition statt, setzen sie Exosomen frei, die sich negativ auf den Eisenhaushalt in den Neuronen auswirken. Die dadurch ausgelösten Symptome, so berichten die Studienautoren, stünden mit Demenz in Zusammenhang. Nun soll untersucht werden, ob sich eine Blockade dieser Exosomen im Hinblick auf eine Demenz therapeutisch nutzen lässt. Einen Nutzen für die Raucherentwöhnung kann der Hinweis auf ein erhöhtes Risiko für neurodegenerative Erkrankungen allemal haben. Mehr zu der genannten Studie können Sie in unserem ersten Beitrag in dieser Woche finden.
Außerdem lesen Sie im Newsletter dieser Woche Ergebnisse einer Untersuchung zu den Auswirkungen der chronischen Dyspnoe auf das Intimleben der Betroffenen sowie Neuigkeiten zu einem Nanokörper, der den bei Mukoviszidose am häufigsten fehlerhaften Chloridkanal zu reparieren in der Lage ist. Neues gibt es auch zu SARS-CoV-2 und COVID-19 zu berichten: Erstmals wird laut Forschenden eine erfolgreiche Variante des Virus möglicherweise nicht durch eine neue, weltweit dominante Variante abgelöst – stattdessen könnten mehrere Varianten gleichzeitig zirkulieren. Und: US-Wissenschaftler glauben einen Zusammenhang zwischen COVID-19 und einem erhöhten Lungenkrebsrisiko gefunden zu haben. Im Fokus: ein Enzym.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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