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Liebe Leserinnen und Leser,
der DGP-Kongress 2026 in München war laut den Organisatoren ein voller Erfolg: Mehr als 4500 Teilnehmende kamen und konnten sich vor Ort und online über aktuelle Entwicklungen in der Pneumologie informieren.
Eines der am heißesten diskutierten Themen war sicherlich das Lungenkrebs-Screening als Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung, das in wenigen Tagen starten wird. Hier sind, wie auf dem DGP-Kongress zu hören war, bei den Pneumologinnen und Pneumologen noch erstaunlich viele Fragen offen. Die Fachgesellschaft hat darauf hingewiesen, dass bisher noch nicht vollends geklärte Strukturen erst jetzt geschaffen werden können, wo alle gesetzlichen Grundlagen in Kraft getreten sind. Ein kostenfreies Online-Tutorial soll den Beteiligten helfen, sich zurechtzufinden.
Rechtzeitig zum Welttuberkulosetag ist eine neue S3-Leitlinie zur Tuberkuloseprävention bei neu zugewanderten Personen online gegangen. Die Autorinnen und Autoren schlagen nichts weniger als eine „komplette Neustrukturierung des aktuellen Vorgehens“ vor: Weg von der pauschalen Untersuchung von Migranten in Gemeinschaftsunterkünften und hin zu einer stärkeren Berücksichtigung der Begleitumstände, unter denen die betreffenden Personen ihr Heimatland verlassen haben und in Deutschland eingereist sind. Für eine umfassendere Herangehensweise spricht auch eine aktuelle Veröffentlichung in „The Lancet Global Health“, in der von der Bedeutung eines „tuberkulogenen Umfelds“ die Rede ist. Und laut Prof. Christoph Lange (Borstel), der auf dem DGP-Kongress für seine Tuberkuloseforschung mit dem Oskar-Medizinpreis ausgezeichnet wurde, lässt sich die Tuberkulose nur dann erfolgreich bekämpfen, „wenn es mehr Gerechtigkeit, Wohlstand und Sicherheit auf der Welt gibt.“
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