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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Pneumologie,
sehr erfreulich sind die Daten, die das Deutsche Mukoviszidose-Register in seinem Berichtsband für das Jahr 2023 abbildet: Sie belegen einen weiteren Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung bei von zystischer Fibrose Betroffenen. Die Autoren räumen Unsicherheiten in den statistischen Berechnungen der Lebenserwartung ein, sprechen aber dennoch von „ermutigenden“ Daten, die erstmals mittelfristige Auswirkungen der CFTR-Modulatortherapie abbildeten. Neben der steigenden Lebenserwartung von Mukoviszidosepatienten heben die Verfasser des Berichtes außerdem einen Rückgang bei Exazerbationen, Transplantationen und der Basistherapie hervor. Sie betonen außerdem, dass der Anteil der Betroffenen, die sich für die Gründung einer Familie entscheiden, wächst.
Das Bakterium Acinetobacter baumannii spielt als Verursacher von Infektionen, die die Lungenfunktion von Mukoviszidosepatienten signifikant verschlechtern, eher keine große Rolle. Es wurde aber im Jahr 2017 von der Weltgesundheitsorganisation auf die Liste derjenigen multiresistenten Pathogene gesetzt, für die dringend neue Wirkstoffe gebraucht werden. Das A.-baumannii-Problem von einer anderen Seite betrachtet haben Forschende aus den USA: Sie untersuchten in einem Mausmodell, ob und wie ein ernährungsbedingter Zinkmangel zur Pathogenese von Infektionen mit diesem Bakterium beiträgt. Sie fanden bei Tieren mit Zinkdefizienz eine erhöhte A.-baumannii-Last in der Lunge, verbunden unter anderem mit einer erhöhten Mortalität. Welche Zusammenhänge die Wissenschaftler außerdem mit Interleukin-13 fanden, können Sie in unserem Newsletter nachlesen.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche,
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