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Liebe Leserinnen und Leser,
bei vielen Erkrankungen kann eine frühzeitige Erkennung die Behandlungschancen erhöhen. Folgeschäden könnten so verzögert oder gar verhindert werden. Das erhoffen sich auch US-amerikanische Wissenschaftler, die eine neue Strategie zur Behandlung von altersbedingter Makuldegeneration (AMD) verfolgen. Sie haben in präklinischen Modellen in die Entzündungskaskade eingegriffen, indem sie wichtige Komponenten aus dieser entfernt haben. Die Forscher konnten so typische Anzeichen für eine frühe Netzhauterkrankung – wie etwa die Bildung von subretinalen Ablagerungen – verhindern. Ob dieser Ansatz den Weg zu präventiven Behandlungen der AMD ebnen kann, sollen kommende Experimente zeigen.
Und nun ein Blick in die Grundlagenforschung: Zu verstehen, wie sich die komplizierte Netzhautstruktur entwickelt oder regeneriert, könnte unser Wissen über die Entstehung des Sehvermögens und so auch die Möglichkeiten für die Erforschung von Netzhautverletzungen und -erkrankungen erweitern. Britische Forscher nutzten dafür neue Computermodelle. Diese sind den Wissenschaftlern zufolge in der Lage, detailgenau darzustellen, wie die Netzhaut ihre komplexe Struktur aus nur einem einzigen Stammzelltyp aufbauen kann. Zudem gelang es den Forschern, wichtige Phasen der Retinogenese zu simulieren. Die Computermodelle könnten somit eine leistungsstarke Möglichkeit bieten, biologische Prozesse, die in Echtzeit nicht untersuchbar sind, detailliert zu erforschen.
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