Ausgabe 36/2025

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Dienstag, 02. September 2025

Liebe Leserinnen und Leser der Ophthalmologischen Nachrichten,

das Glaukom wird gerne als „stiller Dieb des Augenlichts“ bezeichnet, da es meist erst dann diagnostiziert wird, wenn bereits Schäden am Sehnerv vorliegen, die nicht mehr rückgängig zu machen sind. Ein US-amerikanisches Forschungsteam hat nun zwei natürliche Moleküle identifiziert, die das Potenzial besitzen, als Biomarker für eine frühzeitige Erkennung eines Glaukoms zu dienen – die Metaboliten Agmatin und Thiamin. Zudem sind sie den Forschern zufolge in der Lage, retinale Ganglienzellen vor Schädigungen zu schützen. Damit könnten diese beiden Moleküle auch eine neue Therapieoption zur neuroprotektiven Behandlung bei einer Glaukomerkrankung eröffnen.
Das Usher-Syndrom ist durch eine Kombination aus fortschreitendem Hör- und Sehverlust gekennzeichnet und wird durch eine Mutation im Gen MYO7A hervorgerufen. Einer Forschungsgruppe an der Medizinischen Hochschule Hannover ist in Zusammenarbeit mit seinen Kooperationspartnern bereits ein Teilerfolg bei der Behandlung dieser Erkrankung in Form einer Gentherapie gelungen. Die Wissenschaftler haben intakte Kopien des geschädigten Gens in das Innenohr eingeschleust und konnten dadurch zumindest teilweise die Hör- und Gleichgewichtsstörungen korrigieren. Nun planen die Forscher im Projekt EuroVision, eine gesunde Variante des Gens MYO7A mithilfe eines viralen Vektors direkt auf die Netzhaut zu bringen, um die Gentherapie auf das Auge auszuweiten und den Sehverlust zu behandeln.
Lesen Sie hierzu und zu anderen Themen mehr in unserem heutigen Newsletter.
 
Eine interessante Lektüre wünschen Ihnen

   Ihr
   Dieter Kaulard
   und
   Ihre
   Sandy Schulz

 

 
 
Glaukom: Zwei natürliche Moleküle als Biomarker mit Behandlungspotenzial identifiziert

Glaukom: Zwei natürliche Moleküle als Biomarker mit Behandlungspotenzial identifiziert

Wissenschaftler der University of Missouri (Mizzou) in Columbia (USA) haben neue Biomarker identifiziert, die eine frühere Erkennung und Behandlung des Glaukoms ermöglichen könnten.

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Usher-Syndrom: MHH-Forscher will Gentherapie gegen erblichen Sehverlust entwickeln

Prof. Axel Schambach erhält zum zweiten Mal den Proof of Concept Grant für seine Forschung zum Usher-Syndrom. Im neuen Projekt EuroVision soll die Gentherapie auf das Auge ausgeweitet werden.

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Neurodegeneration: Neue Schwachstelle des alternden Gehirns entdeckt

Neurodegeneration: Neue Schwachstelle des alternden Gehirns entdeckt

Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung des Jenaer Leibniz-Instituts für Alternsforschung, der Scuola Normale Superiore Pisa (Italien) und der Stanford University (USA) hat entdeckt, dass im alternden Gehirn bestimmte Proteine verloren gehen – obwohl ihre mRNA-Baupläne weiterhin vorhanden sind. Die Ursache ist kein verstärkter Abbau, sondern ein Fehler bei der Herstellung.

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Signalverarbeitung: Studien liefern neue Erkenntnisse zum Kalziumtransport

Zwei Studien zur Signalverarbeitung im Gehirn könnten neue Ansätze für medikamentöse Therapien eröffnen: Mithilfe des Membranlipids PtdIns(4,5)P2 transportieren Kalziumpumpen der Plasmamembran Kalziumionen rund 100-mal schneller als bislang bekannt.

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Zurück in Bonn: Pfau leitet Professur für Retinologie und erbliche Netzhauterkrankungen

Zurück in Bonn: Pfau leitet Professur für Retinologie und erbliche Netzhauterkrankungen

Prof. Maximilian Pfau leitet seit August die W3-Professur der Universität Bonn für Retinologie und erbliche Netzhauterkrankungen an der Augenklinik des Universitätsklinikums Bonn (UKB). Mit innovativen Sehfunktionstests und KI-gestützten Analysen hochauflösender Netzhautbilder will er Erkrankungen wie die Altersabhängige Makuladegeneration (AMD) frühzeitig erkennen und so Erblindungen im Alter wirksam vorbeugen.

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KURZMELDUNGEN:

Der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands fordert Anpassungen in der geplanten Notfallreform. Es fehle eine Regelung, die ausschließe, dass Kliniken nach Inkrafttreten der Reform ihre Notaufnahmen weiterhin ohne ein vorgeschaltetes Integriertes Notfallzentrum betreiben dürften, kritisiert der Verband.
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Eine aktuelle Übersichtsarbeit des Max-Planck-Institutes für Bildungsforschung zeigt, dass rund ein Drittel der Menschen Informationen zu schweren Krankheiten aus dem Weg geht, wenn befürchtet wird, betroffen zu sein. Ein entscheidender Grund ist mangelndes Vertrauen in das Gesundheitssystem.
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Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat in Washington zum zweiten Mal amerikanische und deutsche Experten aus Wissenschaft und Politik zusammengebracht. Das Ziel war die Stärkung der transatlantischen Wissenschaftsbeziehungen.
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TERMINE:

15. Potsdamer Ophthalmologisches Symposion
6. September
Potsdam

ARTEMIS Symposium 2025 –
27. Ophthalmologischer Nachmittag

10. September 2025
Frankfurt am Main/online

Update Ophthalmologie: FOMF Experten-Forum
10. September 2025
online

32. Jahrestagung der Gesellschaft der Augenärzte Sachsen-Anhalts und Thüringens
12.-13. September 2025
Oberhof

 
 

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