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Schielen ist mehr als nur eine Seheinschränkung - es kann Betroffene sozial isolieren sowie in Depression und Angst versetzen. Um diese psychosozialen Folgen des Schielens genauer zu untersuchen, findet nun unter der Leitung der Universitätsaugenklinik Bonn die groß angelegte internationale Studie QUALITAS statt. Eine zentrale Frage befasst sich mit den Auswirkungen von Strabismuschirurgie auf die Lebensqualität der Patienten. Eine andere Studie geht den neurologischen Ursachen von Legasthenie und Dyskalkulie auf den Grund. Mithilfe moderner, hochauflösender MRT-Technologie ist es Forschern der TU Dresden erstmals gelungen, an lebenden Menschen den Einfluss spezieller Veränderungen im visuellen Thalamus auf Legasthenie-Symptome zu zeigen. Eine seit langem bestehende Hypothese über Funktionsunterschiede bei der Entwicklungslegasthenie, so die Autoren, habe auf diesem Wege bestätigt werden können.
Zuletzt noch ein Blick in eine vielleicht nicht allzu ferne Zukunft: Ein Projekt des Deutschen Zentrums für Künstliche Intelligenz könnte womöglich auch Sehbehinderten einmal helfen, sich besser zu orientieren und selbstständig zu agieren. Technologien der Erweiterten Realität sollen es künftig ermöglichen, dass Eindrücke aus der Umwelt nicht nur vermittelt werden. Vielmehr sollen multimodale Sprachmodelle für den Nutzer die Umgebung interpretieren und ihm sogar Handlungsempfehlungen geben.
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