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Liebe Leserinnen und Leser der Ophthalmologischen Nachrichten,
eine starke Kurzsichtigkeit jenseits von -6 dpt stellt bekanntermaßen ein erhebliches Risiko für schwerwiegende Augenerkrankungen wie Netzhautablösungen dar. Prognosen, die eine „Myopie-Pandemie“ vorhersagen, lassen daher für die Gesundheitssysteme nichts Gutes erwarten. Aber: Gibt es diese „Pandemie“ wirklich? In Europa zumindest, so berichtete Prof. Wolf Lagrèze vor Medienvertretern, sei die Myopie-Rate in den vergangenen 30 Jahren konstant (!) geblieben. Er rief deshalb dazu auf, die Myopie-Entwicklung der Weltbevölkerung differenzierter zu betrachten. Kritisch neu bewertet werden sollte seiner Meinung nach auch die Therapie mit niedrig dosiertem Atropin. Empfehlungen hierzu stützten sich oft auf frühe Daten aus asiatischen Populationen, berücksichtigten also keine ethnischen Zugehörigkeiten. Neue Erkenntnisse erwartet er insbesondere von der deutschen AIM-Studie.
Neue Erkenntnisse zur Praxistauglichkeit der elektronischen Gesundheitsakte (ePA) erhoffen sich Niedergelassene und Klinikärzte von der vierwöchigen Pilotphase, die Mitte Januar auch in Teilen von Nordrhein-Westfalen startet. Neben dem großen Potenzial für die Patientenversorgung, das in der ePA erkannt wird, gibt es aber auch kritische Blicke auf die Einführungsphase. So dürften etwa keine zusätzlichen Hürden für die Arbeitsabläufe entstehen, werden vor allem die Anbieter der Praxisverwaltungs-Software-Programme in die Pflicht genommen.
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