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Liebe Leserinnen und Leser der Ophthalmologischen Nachrichten,
ist das Sehvermögen durch eine vernarbte Kornea eingeschränkt, gibt es nur wenige Behandlungsmöglichkeiten. Im schlimmsten Fall muss eine Hornhauttransplantation vorgenommen werden. Nun haben US-amerikanische Wissenschaftler einen neuen Ansatz untersucht. Sie haben eine verbesserte Version von natürlichem Decorin – „Mini-Dec“ – hergestellt. Wie natürliches Decorin ist „Mini-Dec“ in der Lage, die Hornhaut klar und gesund zu erhalten, indem es TGF-β1 (transforming growth factor beta 1) blockiert und so die Narbenbildung verhindert. Das Präparat ist den Forschern zufolge leicht herzustellen, bindet besser an Proteinrezeptoren und kann einfach über Augentropfen verabreicht werden. Die Wissenschaftler hoffen, dass so schon bald eine neue Behandlungsoption bei Hornhautverletzungen und -vernarbungen zur Verfügung stehen könnte.
Das Auge der Apfelschnecke Pomacea canaliciulata besteht wie das humane Auge aus Linse, Netzhaut und Hornhaut. Anders als der Mensch ist die Apfelschnecke aber in der Lage, Verletzungen am Auge oder ein verlorengegangenes Auge selbst zu regenerieren. Diese Ausgangslage veranlasste US-amerikanische Forscher, die Apfelschnecke näher zu untersuchen – mit dem Ergebnis, dass sie diese als neuen Modellorganismus zur Untersuchung der Augenregeneration etablieren konnten. Mithilfe dieses Modellorganismus erforschen die Wissenschaftler Gene, die für die Entwicklung von Kameraaugen verantwortlich sind, um Behandlungsansätze von Erkrankungen wie Netzhautdegeneration oder Verletzungen des Auges zu identifizieren.
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