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Liebe Leserinnen und Leser,
irgendwann trifft es jeden: Die Sehkraft reicht nicht mehr aus, um die Uhrzeit auf der Armbanduhr oder eine Nachricht auf dem Smartphone ohne Lesebrille zu entziffern. Zur Korrektur der Presbyopie gibt es neben der Lesebrille auch verschiedene invasive Verfahren. Nun haben argentinische Wissenschaftler auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Katarakt- und Refraktiv-Chirurgen eine neue Alternative vorgestellt: Augentropfen aus einer Kombination von Pilocarpin und Diclofenac. Die Forscher konnten zeigen, dass eine zwei- bis dreimalige tägliche Anwendung dieser speziellen Augentropfen über einen Beobachtungszeitraum von zwei Jahren die Lesefähigkeit um zwei, drei oder mehr Zeilen auf der Jaeger-Tafel verbesserte. Dabei wurden nur milde Nebenwirkungen bei den Probanden beobachtet. Diese Ergebnisse könnten dazu beitragen, dass diese Augentropfen zukünftig eine weitere Behandlungsoption bei Presbyopie darstellen.
Japanische Forscher haben bei ihren Untersuchungen an Mäusen herausgefunden, dass während der Entstehung der Diabetischen Retinopathie bereits vor den Gefäßschädigungen Anomalien in Neuronen und Mikroglia auftreten. Diese Entdeckung gelang den Wissenschaftlern anhand einer neuentwickelten Technologie, für die sie eine Kopfhalterung, maßgeschneiderte Kontaktlinsen und ein spezielles, aber handelsübliches Objektiv kombinierten. Diese Technik ermöglicht es den Forschern zufolge, das Verhalten von Zellen im lebenden Organismus zu beobachten. Das könnte die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden voranbringen. Zudem erhoffen sie sich von ihrer Technologie, dass diese als nicht invasive Diagnosemethode in der klinischen Praxis eingesetzt werden kann.
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