Liebe Leserinnen und Leser der Ophthalmologischen Nachrichten,
Untersuchungen an verschiedenen Mausmodellen zu Retinitis pigmentosa haben ergeben, dass bipolare Stäbchenzellen neue funktionelle Verbindungen zu Zapfenzellen herstellen können, wenn ihre gängigen Partner nicht mehr funktionstüchtig sind. Den US-amerikanischen Forschern zufolge wird diese zelluläre Neuverdrahtung durch den Degenerationsprozess selbst und nicht durch fehlende Lichtreaktionen oder unterbrochene Synapsen ausgelöst. Das Wissen um diese natürlichen Anpassungsmechanismen könnte neue Behandlungsansätze zur Erhaltung der Sehkraft eröffnen.
Die Migräne-Aura ist ein neurologisches Phänomen, das sich meist in Seh-, Sprach- oder anderen sensorischen oder motorischen Störungen äußert. Eine klinische Studie der University of California San Francisco, USA, hat nun aber ergeben, dass visuelle Auren auf eine Hirnverletzung oder kleine Schlaganfälle hinweisen können. Bei ihren Untersuchungen zu Hirnläsionen nach gängigen operativen Eingriffen zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen fanden die Forscher heraus, dass Patienten mit Läsionen im Okzipital- und Parietallappen im Vergleich zu Personen ohne Schädigungen häufiger über Auren klagten. Nach Meinung der Wissenschaftler könnten diese Erkenntnisse zu Veränderungen in der Therapie von Herzrhythmusstörungen führen.
Lesen Sie hierzu und zu anderen Themen mehr in unserem heutigen Newsletter.
Eine interessante Lektüre wünschen Ihnen
|