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Liebe Leserinnen und Leser der Ophthalmologischen Nachrichten,
der 122. DOG-Kongress stand ganz im Zeichen der internationalen Zusammenarbeit. Präsident Prof. Gerd U. Auffarth (Heidelberg) zeichnete in seiner Präsidentenrede nach, wie schnell die Corona-Pandemie, aber auch die nachfolgenden weltpolitischen Konflikte zum Abschneiden von Kontakten und auch zu Polarisierungen führen konnten. Umso wichtiger seien eine bessere Verständigung und ein besseres Miteinander auf allen Ebenen. Dazu könnten Netzwerke und Kooperationen beitragen, verwies Auffarth auf die vielfältigen weltweiten Initiativen der Fachgesellschaft. Grußworte aus der Ukraine, von der Israelischen und auch Französischen Ophthalmologischen Gesellschaft waren Zeichen gelebter Zusammenarbeit.
Ebenso machte Auffarth auf die Konflikte und Belastungen aufmerksam, die sich innerhalb der deutschen Ophthalmologie als Folge von gesundheitspolitischen Entscheidungen, Problemen mit der Medizinprodukteverordnung oder der Ausweitung der Ambulantisierung ergeben. Auch hier, so sein Appell, sei mehr Miteinander gefragt.
Eine herausragende Ehrung wurde Prof. Claus Cursiefen (Köln) zuteil – ihm wurde in Anerkennung seiner herausragenden wissenschaftlichen Leistungen der prestigeträchtige von Graefe-Preis der Fachgesellschaft verliehen.
Auf ein bislang nur wenig beachtetes Thema machte Dr. Alexander C. Rokohl (Köln) während der DOG-Pressekonferenz aufmerksam: die augenprothetische Versorgung und interdisziplinäre Nachbetreuung von Patienten, die ein Auge verloren haben. Für Augenärzte, so meinte er, sei es essenziell, hier über Grundkenntnisse zu verfügen. Nur so könnten eine effektive Rehabilitation sichergestellt, Patienten fachkundig beraten und mögliche Komplikationen erkannt werden.
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