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Liebe Leserinnen und Leser der Ophthalmologischen Nachrichten,
ein Biomarker, mit dessen Hilfe sich frühzeitig die Alzheimer-Krankheit feststellen ließe, würde die Diagnose und Behandlung dieser Erkrankung enorm erleichtern. US-amerikanische Wissenschaftler haben nun einen solchen möglichen Biomarker identifizieren können. Die Forscher haben am Mausmodell herausgefunden, dass das Gen APOE4, welches Studien zufolge das Alzheimer-Risiko beim Menschen erhöht, in Mäusen die Funktion der Netzhaut beeinträchtigt. Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte somit eine nichtinvasive Bildgebung der Netzhaut zum Nachweis früher neuronaler Veränderungen bei der Alzheimer-Krankheit herangezogen werden.
Die Pupillen zeigen im Wachzustand das Aktivierungsniveau tiefer liegender Hirnregionen an. Das haben sich Schweizer Forscher zunutze gemacht und mit einer neuen Methode das Auge über Stunden offengehalten, um Pupillenveränderungen während des Schlafes zu messen. Dabei konnten sie feststellen, dass sich die Größe der Pupille im Schlafzustand ständig verändert. Den Forschern zufolge zeigen diese Pupillenschwankungen – entgegen bisherigen Annahmen –, dass sich das Gehirn auch im Schlaf in einem ständigen Wechsel zwischen einem höheren und niedrigeren Aktivierungsniveau befindet. Nach Meinung der Wissenschaftler könnte dieses Wissen über die Pupillendynamik im Schlaf wichtige Hinweise für die Diagnose und Behandlung von Schlafstörungen, aber auch anderen Erkrankungen liefern.
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