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Liebe Leserinnen und Leser der Ophthalmologischen Nachrichten,
eine Diagnose der diabetischen Retinopathie sekundenschnell und mit einer sehr hohen Genauigkeit stellen zu können, dürfte schon bald keine Zukunftsvision mehr sein. US-amerikanische Forscher haben einen durch Künstliche Intelligenz (KI) gestützten Retina-Tracker entwickelt. Dieser erlaubt mithilfe von Deep-Learning-Algorithmen eine Analyse von Netzhautbildern auf internetfähigen Geräten, auch auf einfachen Smartphones, in weniger als einer Sekunde. Dabei ermöglichen die Modelle den Wissenschaftlern zufolge eine Erkennung und Klassifizierung der diabetischen Retinopathie mit einer Genauigkeit von mehr als 99 Prozent.
Und noch mehr KI: Eine hohe Kurzsichtigkeit bringt ein erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen wie Netzhautablösungen oder auch Glaukom mit sich. Daher ist eine Früherkennung von entscheidender Bedeutung. Hier könnte ein neuer KI-gestützter Ansatz aus Großbritannien helfen. Die Messmethode, Fundus Refraction Offset (FRO), vergleicht mithilfe von KI die strukturelle Beschaffenheit der Netzhaut des Patienten mit dem normalen Aussehen in Bezug zur Brillenstärke. Der anhand von Augenscan-Bildern berechnete FRO-Wert gibt dann Auskunft über das Risiko einer Person, eine Netzhautablösung oder- risse zu entwickeln. Das könnte den Wissenschaftlern zufolge zu einer individuelleren Behandlung zur Vorbeugung von Sehverlust führen.
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