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Liebe Leserinnen und Leser,
eine zuverlässige Einschätzung des Risikos für die Entwicklung einer Frühgeborenenretinopathie (ROP) würde den Start ins Leben für die kleinsten Patienten und ihre Eltern deutlich erleichtern. Genau hier setzen neue Forschungsergebnisse aus den USA an. Wissenschaftler der University of Oklahoma haben Hinweise darauf gefunden, dass genetische Unterschiede in den Surfactant-Proteinen A und D das ROP-Risiko bei Frühgeborenen beeinflussen. In der Analyse der DNA betroffener Neugeborener identifizierte das Forschungsteam vier genetische Varianten mit Bezug zu Augenerkrankungen. Zwei der Varianten scheinen einen schützenden Effekt zu haben, während zwei weitere mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko einhergehen. Die Forscher erhoffen sich, dass diese genetischen Marker den Weg für frühzeitige Gentests ebnen, um besonders gefährdete Kinder rechtzeitig erkennen und engmaschiger betreuen zu können.
Von den Jüngsten zur älteren Generation: Ein eingeschränktes Sehvermögen, etwa infolge einer altersbedingten Makuladegeneration (AMD), kann im Straßenverkehr schwerwiegende Folgen haben. Um besser zu verstehen, wie Betroffene herannahende Fahrzeuge und potenzielle Kollisionen wahrnehmen, untersuchte ein internationales, multidisziplinäres Forschungsteam die Wahrnehmungsstrategien von Menschen mit AMD. Die Wissenschaftler nutzten hierfür ein Virtual-Reality-System, welches visuelle Simulationen mit realistischen Fahrgeräuschen kombinierte. Die Ergebnisse zeigen, dass sich AMD-Patienten trotz eingeschränkter Sehleistung weiterhin sowohl auf ihr Sehvermögen als auch auf ihr Gehör verlassen. Erstaunlicherweise erzielten sie dabei Leistungen, die jenen von normalsehenden Personen sehr ähnlich waren. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse wollen die Forscher dazu beitragen, die Sicherheit und damit auch die Unabhängigkeit von sehbeeinträchtigten Menschen im Straßenverkehr zu verbessern.
Lesen Sie hierzu und zu anderen Themen mehr in unserem heutigen Newsletter – dem letzten in diesem Jahr. Hiermit verabschieden wir uns in eine kurze zweiwöchige Newsletter-Pause. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein friedliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr! Der nächste Newsletter erscheint dann wie gewohnt am 13. Januar 2026.
Eine interessante Lektüre wünschen Ihnen
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