Ausgabe 52/2025

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Dienstag, 23. Dezember 2025

Liebe Leserinnen und Leser,
eine zuverlässige Einschätzung des Risikos für die Entwicklung einer Frühgeborenenretinopathie (ROP) würde den Start ins Leben für die kleinsten Patienten und ihre Eltern deutlich erleichtern. Genau hier setzen neue Forschungsergebnisse aus den USA an. Wissenschaftler der University of Oklahoma haben Hinweise darauf gefunden, dass genetische Unterschiede in den Surfactant-Proteinen A und D das ROP-Risiko bei Frühgeborenen beeinflussen. In der Analyse der DNA betroffener Neugeborener identifizierte das Forschungsteam vier genetische Varianten mit Bezug zu Augenerkrankungen. Zwei der Varianten scheinen einen schützenden Effekt zu haben, während zwei weitere mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko einhergehen. Die Forscher erhoffen sich, dass diese genetischen Marker den Weg für frühzeitige Gentests ebnen, um besonders gefährdete Kinder rechtzeitig erkennen und engmaschiger betreuen zu können.
Von den Jüngsten zur älteren Generation: Ein eingeschränktes Sehvermögen, etwa infolge einer altersbedingten Makuladegeneration (AMD), kann im Straßenverkehr schwerwiegende Folgen haben. Um besser zu verstehen, wie Betroffene herannahende Fahrzeuge und potenzielle Kollisionen wahrnehmen, untersuchte ein internationales, multidisziplinäres Forschungsteam die Wahrnehmungsstrategien von Menschen mit AMD. Die Wissenschaftler nutzten hierfür ein Virtual-Reality-System, welches visuelle Simulationen mit realistischen Fahrgeräuschen kombinierte. Die Ergebnisse zeigen, dass sich AMD-Patienten trotz eingeschränkter Sehleistung weiterhin sowohl auf ihr Sehvermögen als auch auf ihr Gehör verlassen. Erstaunlicherweise erzielten sie dabei Leistungen, die jenen von normalsehenden Personen sehr ähnlich waren. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse wollen die Forscher dazu beitragen, die Sicherheit und damit auch die Unabhängigkeit von sehbeeinträchtigten Menschen im Straßenverkehr zu verbessern.
Lesen Sie hierzu und zu anderen Themen mehr in unserem heutigen Newsletter – dem letzten in diesem Jahr. Hiermit verabschieden wir uns in eine kurze zweiwöchige Newsletter-Pause. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein friedliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr! Der nächste Newsletter erscheint dann wie gewohnt am 13. Januar 2026.
Eine interessante Lektüre wünschen Ihnen

   Ihr
   Dieter Kaulard
   und
   Ihre
   Sandy Schulz

 

 
 
ROP: Genetische Varianten können das Risiko beeinflussen

ROP: Genetische Varianten können das Risiko beeinflussen

Eine neue Studie aus den USA zeigt: Geringe genetische Unterschiede in zwei bislang aus der Lungenforschung bekannten Proteinen könnten auch die Augenentwicklung von Frühgeborenen beeinflussen – und ihr Risiko für eine Frühgeborenenretinopathie (ROP) erhöhen.

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AMD: Wie Menschen mit Sehverlust sich nähernde Fahrzeuge einschätzen

Die Studie eines multidisziplinären internationalen Teams zeigt, dass sich Menschen mit altersbedingter Makuladegeneration (AMD) beim Einschätzen von heranfahrenden Fahrzeugen sowohl auf ihr Sehvermögen als auch auf ihr Gehör verlassen.

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Glaukom: Neues Implantat am UKSH eingesetzt

Glaukom: Neues Implantat am UKSH eingesetzt

Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) wurde erstmals ein neues Glaukom-Implantat eingesetzt. Durch die besondere Art der Implantation soll dieses schonend für die Augenlinse und die Hornhaut der Patienten sein.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Eine randomisierte kontrollierte Studie zur Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit von intravitrealem Brolucizumab bei Patienten mit chronischer zentraler seröser Chorioretinopathie mit persistierender Flüssigkeitsansammlung ohne choroidale neovaskuläre Membran – BRICS-Studie Bericht II.
Am J Ophthalmol 11.12.2025

Wirksamkeit der intensiven Pulslichttherapie in Kombination mit einer Reinigung des Lidrandes mittels eines Tiefenreinigungsgeräts bei der Behandlung der Meibom-Drüsen-Dysfunktion: eine randomisierte kontrollierte Studie.
Int Ophthalmol 12.12.2025

Wann sollten wir einen Ausbruch von Endophthalmitis melden? Ein Poisson-Modell zur Prognose von Endophthalmitis-Ausbrüchen nach Kataraktoperationen.
J Cataract Refract Surg 10.12.2025

Lesen Sie hier das aktuelle Editorial unseres Fachexperten (surgical) Dr. Detlef Holland.

 
 

Aderhautmelanom: Patientenratgeber veröffentlicht

Die Nationale Versorgungskonferenz Hautkrebs (NVKH) hat gemeinsam mit Fachärzten einen Patientenratgeber zum Aderhautmelanom publiziert.

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Kostenfreie Augenchecks - Krankenkasse bringt Vorsorge aufs Land

Kostenfreie Augenchecks - Krankenkasse bringt Vorsorge aufs Land

Augencheck ohne Arzttermin: Die Techniker Krankenkasse (TK) startet in Sachsen ein Pilotprojekt für kostenfreie Augenchecks direkt in Optikgeschäften oder per „Augenmobil“.

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KURZMELDUNGEN:

Das Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln konnte im November die 1000. Hornhauttransplantation des Jahres 2025 verzeichnen.
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Der börsennotierte Medizintechnik-Konzern Carl Zeiss Meditec hat für das neue Geschäftsjahr eine verhaltene Prognose abgegeben. Zur Sicherung des Zugangs zum bedeutenden Auslandsmarkt China erwägt das Unternehmen die Fabrikation ausgewählter Produkte in chinesischen Fertigungsstätten.
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Prof. Claus Cursiefen, Direktor des Zentrums für Augenheilkunde an der Uniklinik Köln, wurde von der Dänischen Ophthalmologischen Gesellschaft mit der renommierten Bjerrum-Medaille geehrt – als erster deutscher Preisträger seit 30 Jahren.
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Die EU plant, die Medizinprodukte-Verordnung zu „verschlanken und zukunftsfähig“ zu machen. Während Branchenverbände die Reformvorschläge als guten Ausgangspunkt sehen, mahnt der AOK-Bundesverband, die Patientensicherheit nicht zu vergessen.
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TERMINE:

Potsdamer Ophthalmologischer Nachmittag
7. Januar 2026
Potsdam

23. AugenSymposium Siegburg
14. Januar 2026
Siegburg

45. Workshop Glaukom
17. Januar 2026
Berlin

Fortbildung der Augenklinik Petrisberg Trier
21. Januar 2026
Trier

 
 

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