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Liebe Leserinnen und Leser,
das Interesse an Medikamenten zur Gewichtsreduktion ist groß. Kein Wunder, dass in der Forschungslandschaft viel über die sogenannten Abnehmspritzen mit Wirkstoffen wie Semaglutid oder Tirzepatid berichtet wird. Während positive Effekte auf Herz und Stoffwechsel häufig hervorgehoben werden, gibt es gerade bei Semaglutid immer wieder Hinweise auf mögliche Nebenwirkungen, etwa im Zusammenhang mit Augenerkrankungen wie der diabetischen Retinopathie. Eine aktuelle US-amerikanische Studie zeigt nun, dass Tirzepatid – ein dualer GIP- und GLP-1-Rezeptoragonist zur Behandlung von Typ-2-Diabetes und Adipositas – das Risiko einer Verschlechterung der diabetischen Retinopathie reduzieren kann. Die Forschenden vermuten, dass unterschiedliche Wirkmechanismen hinter den Effekten von Semaglutid und Tirzepatid auf die Netzhaut stehen.
Ein Blick in die Grundlagenforschung zum Aderhautmelanom: Ein US-amerikanisches Forschungsteam hat ein neues Mausmodell entwickelt, das den Wissenschaftlern zufolge die biologischen Mechanismen des Aderhautmelanoms beim Menschen präzise abbilden kann. Die Forschenden erhoffen sich durch dieses Tiermodell wichtige Impulse für ein besseres Verständnis der Erkrankung und die Entwicklung wirksamerer Therapien.
Magnetresonanztomographie (MRT) ist aus der medizinischen Bildgebung nicht wegzudenken. Dennoch stößt diese moderne Technik insbesondere bei der Darstellung feinster Strukturen des Auges oder der Augenhöhle an ihre Grenzen – bisher konnten diese nur unscharf abgebildet werden. Ein Team des Max-Delbrück-Center hat nun eine Hochfrequenz-Antenne entwickelt, die dies ändern soll. Laut den Forschenden verbessert die MRT-Antenne die Bildqualität erheblich und verkürzt gleichzeitig die Scan-Dauer – selbst bei bereits vorhandenen Geräten. Die Technologie ermögliche somit anatomisch detaillierte MRT-Aufnahmen des Auges mit hoher räumlicher Auflösung und exzellentem Weichteilkontrast.
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