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Liebe Leserinnen und Leser der Ophthalmologischen Nachrichten,
warum sind einige Menschen empfänglicher für altersbedingte Augenerkrankungen als andere? Dieser Frage sind US-amerikanische Wissenschaftler des Jackson Laboratory (JAX), Bar Harbor, USA, anhand genetischer Untersuchungen am Mausmodell auf den Grund gegangen. Dabei konnten sie zeigen, dass der Genetik eine Schlüsselrolle im Alterungsprozess der Augen zukommt. Die Forscher untersuchten altersabhängige Veränderungen in den Netzhäuten von neun verschiedenen Mausstämmen und konnten dabei beobachten, dass alle Mäuse zwar die erwarteten Alterserscheinungen aufwiesen, diese sich aber zwischen den Stämmen in Schweregrad und Art voneinander unterschieden. Diese Modelle eröffnen nach Meinung der Wissenschaftler Möglichkeiten für weitergehende Studien zur Erforschung der Gene, die mit altersbedingten Augenerkrankungen und auch mit der Entwicklung neurodegenerativer Erkrankungen in Zusammenhang stehen könnten.
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) zeigt in den meisten medizinischen Bereichen großes Potenzial, bringt viele Vorteile mit sich und kann eine verlässliche Hilfe darstellen. Aber natürlich gibt es bei der Nutzung oder Beteiligung von KI auch Unsicherheiten, Risiken und Bedenken. Um in der Augenheilkunde Standards für die Entwicklung, Zulassung und Implementierung von KI-Anwendungen zu setzen, haben die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V. und der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. eine umfassende ethische Leitlinie erstellt und vorgelegt. Diese Standards sollen die Ärzte in ihren Entscheidungen unterstützen und zudem den Schutz von Patientenrechten wahren.
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