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ein Retina-Implantat, um wieder sehen zu können, würde das Leben vieler Menschen mit Netzhautschäden revolutionieren. Ein entscheidender Schritt in diese Richtung ist nun Wissenschaftlern von der Technischen Universität Wien gelungen. Anhand eines Mausmodells konnten die Forscher zeigen, dass biokompatible Elektroden Infrarotlicht in Nervenimpulse umwandeln können. Dafür platzierten sie biokompatible organische Photovoltaik-Sensoren hinter der Retina und stimulierten anstelle der Ganglienzellen das dahinter liegende Nervennetzwerk mit Infrarotlicht. Dadurch entstand ein Signal, das den Wissenschaftlern zufolge dem des natürlichen Sehvorganges entspricht. Diese Forschungsergebnisse könnten helfen, die Entwicklung miniaturisierter biokompatibler Retina-Implantate mit einem natürlichen visuellen Eindruck für Menschen zu ermöglichen.
Für den Erfolg einer Amblyopiebehandlung ist bis dato eine frühzeitige Therapie, idealerweise im Kindesalter, von entscheidender Bedeutung. Das könnte sich bald ändern, und auch betroffene Erwachsene könnten dann noch eine wirksame Amblyopiebehandlung erhalten. Denn US-amerikanische Wissenschaftler haben gezeigt, wie durch eine vorübergehende Betäubung von murinen Retinae mittels Tetrodotoxin im amblyopen Auge erwachsener Labortiere die visuelle Antwort des Gehirns auf das Auge wiederhergestellt werden konnte. Diese Ergebnisse schüren die Hoffnung, auch bei Erwachsenen mit Amblyopie das Sehvermögen regenerieren zu können.
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