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Liebe Leserinnen und Leser,
man findet es mittlerweile überall – in der Umwelt, in Gewässern, in Tieren und sogar im menschlichen Gehirn: Nanoplastik. Wie schädlich es tatsächlich ist, ist bislang nur teilweise erforscht. Eine aktuelle Studie aus China zeigt nun, dass Nanokunststoffe in Verbindung mit Autoreifenabrieb im Zebrafischmodell zu schwereren Augenfehlbildungen, beeinträchtigtem Sehverhalten und molekularen Störungen führen können. Besonders problematisch ist dabei das aus dem Reifenabrieb stammende Antioxidans 6PPD, das Autoreifen vor Rissen und vorzeitiger Alterung schützen soll. In Kombination mit Nanokunststoffen löst es jedoch Augenschäden aus. Die Studienautoren betonen, dass Einzelbewertungen die Risiken oft unterschätzen, und fordern deshalb integrierte Ansätze für den Umweltschutz sowie eine Überprüfung der aktuellen regulatorischen Rahmenbedingungen.
Eine durch Akanthamöben verursachte Keratitis ist eine seltene, oft hartnäckige Augenentzündung, die vor allem Kontaktlinsenträger betreffen kann, wenn die Linsen nicht sachgemäß gepflegt werden oder Leitungswasser in Kontakt mit den Linsen kommt. Sehr schwerwiegende Erkrankungsfälle können eine Hornhauttransplantation oder gar eine Enukleation notwendig machen. Eine spezielle Formulierung des Breitband-Antiparasitikums Nitazoxanid in Form von Flüssigkristallen könnte eine neue Behandlungsoption darstellen. Eine Studie an Neuseeland-Kaninchen zeigte eine deutliche Verbesserung der Hornhauttrübung, wobei die Wirkung mit der von Chlorhexidin vergleichbar war und in einigen Fällen sogar überlegen erschien.
Ein Blick in die Grundlagenforschung: US-amerikanische Wissenschaftler haben untersucht, wie das Protein Occludin die engen Verbindungen zwischen Zellen reguliert und so sowohl undichte Blutgefäße als auch übermäßiges Gefäßwachstum bei diabetischer Retinopathie kontrolliert. Die im Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences“ veröffentlichten Ergebnisse könnten neue Wege eröffnen, die Zellbarrieren bei Diabetes wiederherzustellen und Seheinschränkungen zu reduzieren.
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